Fertigung & Prototyping

Zinkdruckguss aus dem 3D-Drucker

Dennis L.

Bauteile aus der Zinklegierung Zamak 5. )HbmG qitorP(Foto: © 

Während die ersten 3D-Drucker nur einfache kleine Gegenstände aus Kunststoff drucken konnten, sind die neusten und modernsten 3D-Drucker in der Lage, komplexe Formteile sogar aus Zinklegierungen anzufertigen. Damit werden solche speziellen 3D-Drucker für die Industrie immer interessanter. Fachleute schwärmen schon heute von der 3D-Drucktechnik von Morgen und spekulieren bereits über die unvorstellbaren Möglichkeiten der zukünftigen 3D-Drucker.

Blomberg (Deutschland). Der Druckguss ist ein industrieller Prozess, in dem Plastik- oder Metallteile herstellt werden. Indem geschmolzenes Plastik bzw. Metall unter Druck in einen Formhohlraum gepresst wird, nimmt das Ausgangsmaterial die gewünschte Form an. Gehärtet und abgekühlt müssen die so gegossenen Rohlinge nur noch nachbearbeitet werden, um die Gussmarken zu entfernen. Das klassische Druckgussverfahren bietet jedoch auch einige Nachteile, die es beim neuen Zinkdruckguss aus dem 3D-Drucker nicht gibt.

Hierzu zählt vor allem der hohe technische und zeitliche Aufwand, passende Werkzeuge oder die benötigten Spritzgussformen herzustellen. Da diese Formen wiederverwendbar und zudem sehr hohen Belastungen durch Druck und Temperatur standhalten müssen, ist die Anfertigung nicht nur zeitaufwändig, sondern auch sehr kostenintensiv. Gerade wenn nur eine geringe Stückzahl an Bauteilen benötigt wird, zum Beispiel bei der Anfertigung von Prototypen und bei Einzelanfertigungen, ist das klassische Druckgussverfahren sehr teuer. Der neue Zinkdruckguss aus dem 3D-Drucker, bei dem die gängige Zinklegierung Zamak 5 zum Einsatz kommt, macht diesen Produktionsschritt deutlich günstiger.

Vom klassischen Druckguss zum industriellen 3D-Druck

Dieses neue 3D-Druckverfahren wird in der Industrie zwar immer noch als Zinkdruckguss bezeichnet, hat aber mit dem herkömmlichen Druckgussverfahren nur noch wenig zu tun.

Der ausschlaggebende Vorteil der neuen 3D-Drucktechnik ist, dass keinerlei Werkzeuge und Gussformen für das Herstellungsverfahren benötigt werden. Natürlich ist ein passender 3D-Drucker notwendig, da dieser aber stets neue Bauteile produzieren kann, bleibt er bei dieser Auflistung außen vor.

Hohe Anschaffungskosten vs. Zinkdruckgussteile drucken lassen

Zweifellos ist ein solcher 3D-Drucker für die meisten produzierenden Unternehmen der klare Favorit. Jedoch sind die Anschaffungskosten enorm hoch, wodurch sich besonders kleinere Unternehmen einen solchen Drucker nicht leisten können.

Abhilfe schaffen hier externe Dienstleister, die sich auf den 3D-Druck mit verschiedenen Materialien spezialisiert haben. So ist beispielsweise der Zinkdruckguss von Protiq bei Unternehmen, aber zunehmend auch bei Privatanwendern, eine beliebte Alternative zum Druckerkauf. Besonders wenn nur Einzelanfertigungen oder Prototypen eines bestimmten Bauteils benötigt werden.

Die 3D-Drucker der Zukunft

Schon heute erreichen moderne 3D-Drucker eine Präzision und eine Leistung, die man sich vor rund zehn Jahren noch nicht hätte vorstellen können. Zudem sind die 3D-Drucker von heute bereits in der Lage, verschiedenste Materialien, wie Kunststoffe, Beton, Metalle und sogar biologisches Material zu drucken. Wirft man einen Blick auf die 3D-Drucker der Zukunft, so wird schnell klar, dass diese Technologie immer leistungsstärker und aus unserem Alltag von Morgen nicht mehr wegzudenken sein wird.

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