Digitale Technologien

Wie die Digitalisierung unseren Alltag verändert

Dennis L.

Digitalisierung und Industrie 4.0 sind in den letzten Jahren Schlagwörter, die in Medienberichten regelmäßig zu finden waren. Mit dem Internet haben sich viele Alltagsbereiche und die Berufswelt grundlegend verändert. Inzwischen ist die Durchdringung so groß, dass digitale Medien teils schon ganz selbstverständlich benutzt werden. Aber: Digitalisierung hat auch Schattenseiten. Je stärker Hard- und Software in den Alltag eindringen, umso größer werden die Ansprüche an den Daten- und Verbraucherschutz. Aspekte, denen sich Unternehmen und Entwickler auch in Zukunft stellen müssen. Doch wie verändert sich unser Alltag im Detail? Welche Neuerungen werden noch kommen und was sollten wir bei der Nutzung beachten?

Wo Digitalisierung beginnt, hängt sehr stark von der individuellen Wahrnehmung der einzelnen Person ab. Besonders deutlich fallen digitale Medien dort auf, wo es um die Kommunikation der Menschen untereinander geht. Social Media prägt seit Jahren die Nutzererfahrung der Menschen übers Internet. Analysen zum Verhalten der User zeigen, dass Internetnutzer zu einem hohen Anteil ihr ersten Social-Media Profil bereits vor dem 25. Lebensjahr eingerichtet haben. 47 Prozent der Nutzer besitzen laut der großen Studie Digitalisierung 2020 von der Dr. Hubertus Porschen GmbH ihren ersten Social-Media Account sogar bereits vor ihrem 18. Lebensjahr.

In den nachfolgenden Altersgruppen sinkt der Anteil rapide. Daraus wird deutlich, dass die Zahl der Internetnutzer sich in der Altersgruppe unter 45 Jahren konzentriert.

In welcher Form werden die digitalen Medien heute genutzt? Die Antwort birgt gewisse Überraschungen. Gerade durch den Netzausbau, der immer weiter vorangetrieben wird, sollte eigentlich die Multimedianutzung – so zumindest die Erwartungshaltung – den Ton angeben. In der oben genannten Studie ergibt sich jedoch, dass viele User zuerst auf:

  • Messenger und
  • Chats

zurückgreifen. Bei den sozialen Netzwerken führt Facebook natürlich unangefochten die Spitze an.

Die Mediennutzung in Form von Videoplattform oder Foto-Netzwerken, zu denen Instagram und YouTube gehören, ist immerhin noch für rund die Hälfte der Internetnutzer relevant. Interessant ist in der Einordnung des Gesamtbilds, dass die Nutzung der Messenger die größte Zielgruppenrelevanz zu haben scheint.

Die starke Nutzung digitaler Medien über das Internet kann sich von unterschiedlichen Standpunkten aus betrachtet werden. Ein wichtiger Grund dürfte die Art und Weise sein, wie Nutzer in den verschiedenen Altersgruppen mithilfe digitaler Medien kommunizieren. Besonders die Altersgruppe bis 30 Jahre bevorzugt eine Onlinekontaktaufnahme – weil der erste Schritt hier als einfacher angesehen wird. In der Gruppe der unter 20-Jährigen liegt der Anteil an Nutzern, welche das Internet und die digitalen Medien so sehen, sogar bei etwa zwei Dritteln.

Smart Home: Das intelligente Zuhause

Zu den Bereichen, die in den letzten Jahren einen riesigen Sprung nach vorn gemacht haben, gehört in jedem Fall Smart Home Technik. Hier sind nicht nur die Entwicklungssprünge gewaltig. Gerade in Bezug auf die Verbreitung und Akzeptanz konnte die Technologie dazugewinnen. Aber: In diesem Bereich ist nicht nur erkennbar, welches Potenzial die Digitalisierung hat.

Eine zunehmende Zahl an Datenskandalen und Hackerangriffen unterstreicht sehr deutlich, dass Digitalisierung und deren zunehmende Durchdringung des geschäftlichen und privaten Alltags. Trotz einiger Negativbeispiele jüngster Zeit – wie gekaperten Babymonitoren – scheint am Smart Home langfristig kein Weg mehr vorbeizuführen. Aktuell setzen praxistaugliche Konzepte vorrangig auf die digitale Assistenz. Das heißt: Smart Home wird in erster Linie dafür benutzt, den Alltag und die Ressourcen effizient zu verwalten.

Virtuelle Assistenten und mehr Sicherheit: Anwendungen im Smart Home

Besonders gut lässt sich das Ganze an ein paar Beispielen erläutern. Digitale Assistenten mit Sprachsteuerung – wie Amazons Alexa oder Google Assistant – sind in erster Linie darauf ausgerichtet, für mehr Komfort zu sorgen. Die digitalen Assistenten können beispielsweise

  • Bestellungen auf Zuruf abschließen
  • das Wetter ansagen
  • bei der Organisation von Terminen helfen.

Parallel haben deren Nutzer heute schon die Möglichkeit, verschiedene Smart Home Geräte miteinander zu koppeln. Auf diese Weise lässt sich das Licht in den eigenen vier Wänden steuern oder die Heizung perfekt auf die Witterung abstimmen.

mart Home kann aber noch viel mehr. Intelligent miteinander verknüpft bietet sich die Möglichkeit zum Aufbau effizienter Haustechnikstrukturen oder Sicherheitssysteme. Hier greifen beispielsweise Bewegungsmelder, Videoanlagen und Remote Alarm Systeme direkt ineinander – um auf das Smartphone des Eigentümers oder eines Sicherheitsdienstes einen stillen Alarm weiterzuleiten.

Die Technologie kann aber noch viel weitergedacht werden. In Zukunft wird es möglich sein, dass die Küche selbständig einkauft und Lieferdienste die nötigen Lebensmittel einfach direkt bis zur Haustür bringen.

Smart Home-Technologie als Notfalldetektor in der Medizin?

Eine weitere denkbare Entwicklung ist die Überwachung wichtiger Vitalfunktionen. Hierfür werden Smartwatches mit den Smart Home Systemen gekoppelt. Typische Tracker zum Dokumentieren von Laufstrecken oder zur Pulsüberwachung werden aktuell schon von vielen genutzt. Künftig könnten sie im medizinischen Bereich noch eine größere Rolle spielen. Unter anderem können sich Patienten mit:

  • Herzrhythmusstörungen
  • koronaren Erkrankungen
  • Diabetes usw.

überwachen und frühzeitig auf Veränderungen der Vitalparameter hinweisen lassen. Beispiel Herzrhythmusstörung: Laut DGK Herzbericht 2017 hat sich die Inzidenz der Erkrankung in 20 Jahren etwa verdoppelt. Unerkannt erhöht sich das Risiko für schwere Komplikationen wie den Myokardinfarkt. Durch die dauernde Überwachung ist es nicht nur Patienten möglich, einen schnellen Check der Vitalfunktion vorzunehmen. Erkennt die Medizintechnik Veränderungen, kann sofort der Hausarzt oder Notdienst informiert werden.

Vertragsabschlüsse: Immer mehr digitale Features

Die Auswirkungen der Digitalisierung erleben heute schon sehr viele Arbeitnehmer live am Arbeitsplatz. In der Industrie können einzelne Bauteile über mehrere Fabrikationsstraßen und Werke verfolgt werden. Durch ein engmaschiges Monitoring und die Steuerung über digitale Prozesse lassen sich schon heute Lieferketten so effizient gestalten, dass Waren und Produkte genau dann geliefert werden, wenn sie auch gebraucht werden.

Die Digitalisierung durchdringt inzwischen aber auch den privaten Alltag in immer stärkerem Ausmaß. Vor noch Jahren war es für den Abschluss von Verträgen immer noch notwendig, dass Verbraucher zumindest den letzten Schritt – die Legitimation und persönliche Identifizierung – in Postfilialen oder direkt in den Filialen der Unternehmen vornahmen. Heute spielen solche Authentifizierungen eine zunehmend kleinere Rolle.

Andere Lösungen übernehmen im Bereich des Fernabsatzwesens – etwa bei:

  • Handyverträgen
  • DSL-Verträgen
  • dem Abschluss von Kreditverträgen
  • Kontoeröffnungen

eine sehr viel größere Rolle. Sehr prominent tritt in diesem Zusammenhang das Video-Ident-Verfahren in den Vordergrund. Mit dessen Hilfe können Verbraucher ihre Identität direkt von zu Hause aus legitimieren. Was es dazu braucht, ist meist nur ein Handy oder Tablet mit Webcam, den schnellen Internetanschluss und natürlich den Personalausweis oder Reisepass.

Vertragsabschlüsse sind mittlerweile aber auch über den neuen Personalausweis möglich. Dessen Funktionen umfasst ein Feature, welches zur digitalen Signierung und Authentifizierung verwendet werden kann. Aber: Verbraucher müssen diese Funktion aktiv freischalten lassen. Zusätzlich stellen auch spezielle Dienstleister die Möglichkeit zur Verfügung, einen Kreditvertrag oder Stromvertrag mit einer elektronischen Unterschrift zu signieren. Der Prozess ist dabei recht einfach:

  1. Der Kunde legitimiert sich bei einer Bank per VideoIdent-Verfahren (dabei wird der Ausweis in die Kamera gehalten).
  2. Danach erfolgt die Ausstellung eines Zertifikates (alle wichtigen Daten des Antragsstellers sind enthalten).
  3. Mittels Zertifikat erfolgt die digitale Unterschrift.
  4. Das Zertifikat ist nur den einen vorbestimmten Vorgang gültig.

Durch die zunehmende Nutzung digitaler Techniken zur Authentifizierung haben sich viele Prozesse rund um den Abschluss von Verbraucherverträgen vereinfacht. Es geht hier schon lange nicht mehr nur um den Handyvertrag. Heute können Verbraucher auf diese Weise einfach:

  • Bankkonten eröffnen
  • Kreditverträge abschließen
  • Kreditkarten beantragen.

In Zukunft wäre denkbar, dass die Authentifizierung an biometrischen Informationen ansetzt – wie dem Fingerabdruck oder einem Iris-Scan. Allerdings müssen dafür nicht nur die technischen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Es braucht auch rechtliche Voraussetzungen, unter denen solche Formen der Legitimierung möglich sind.

Digitale Assistenzen beim Geld anlegen: Wenn die KI Anlegerentscheidungen trifft

Digitalisierung geht auch am Finanzmarktsektor nicht halt. Besonders deutlich ist die Entwicklung beim Bezahlen zu erkennen. In den letzten Jahren sind verschiedene Bezahllösungen für den Einkauf und Geldtransfer im Internet entstanden. Bekannte Beispiele sind:

  • PayPal
  • Neteller
  • Skrill oder
  • Apple Pay.

Zunehmend stärker richtet sich der Fokus auf mobile Payment. Aber: Digitalisierung dringt seit einigen Jahren verstärkt auch in den Sektor der Geldanlagen ein. Hier wird in zunehmendem Umfang auf digitale Assistenzen gesetzt – auch im Bereich der privaten Geldanlagen. Unter dem Schlagwort Robo Advisor setzen Banken Programme ein, die Anleger in ihren Entscheidungen unterstützen sollen. Der Markt ist in diesem Bereich enorm gewachsen.

Die Software greift definierte Rahmenbedingungen der Anleger auf – um hieraus beispielsweise einen passenden Anlagemix zu entwickeln. Für Finanzdienstleister haben solche Robo Advisors den Vorteil, dass kleine Depots kosteneffizient verwaltet werden können. Auf der anderen Seite ist deren Bedeutung auch als Assistent für den professionellen Vermögensberater gewachsen. Der Vorteil, den solche Instrumente haben, liegt auf der Hand. Während menschliche Anlageentscheidungen sehr stark von Emotionen beeinflusst werden, basieren die Entscheidungen der Robo Advisors einzig auf Algorithmen – also mathematischen Grundlagen.

Für Unternehmen bieten die digitalen Anlageassistenzen eine gute Möglichkeit, um kosteneffizienter zu arbeiten. Deren Einsatz kann in Zukunft noch weitergedacht werden. Mit zunehmend besseren und „klügeren“ KI-Systemen sind die Robo Advisors in der Lage, auch komplexere Entscheidungen zu treffen. Zudem zeichnet sich ab, dass solche Systeme komplizierte Aufgaben mehr und mehr übernehmen können. In Kombination mit papierloser Kommunikation und Dokumentenweitergabe ergibt sich die Möglichkeit, in vielen Finanzbereichen Abläufe zu straffen und effizienter zu gestalten.

Der digitale Staat: Immer mehr auch online erledigen

Mittlerweile setzen nicht nur Unternehmen in wachsendem Umfang auf Digitalisierung. Auch der Staat hat erkannt, dass sich der technologische Fortschritt in der öffentlichen Verwaltung einsetzen lässt. Viele Veränderungen sind für den einzelnen Bürger nicht sichtbar, da sie interne Prozesse der Verwaltung und Behörden betreffen. Dies betrifft beispielsweise:

  • digitale Archive
  • elektronischen Dokumentenversand
  • zentrale Druckstationen
  • Fernzugriff für Telearbeit.

Gerade im Zusammenhang mit dem Einreichen von Anträgen in elektronischer Form oder der elektronischen Kfz-Zulassung wird der wachsende Digitalisierungsgrad in der Verwaltung allerdings sehr deutlich sichtbar.

Aber: Gerade in der Verwaltung stößt die Digitalisierung an Grenzen. Der ausreichende Schutz persönlicher Daten ist eine große Herausforderung: Während die Wirtschaft einen oft sehr liberalen Umgang mit entsprechenden Richtlinien wie der DSGVO pflegt, hinterfragt die Verwaltung diese Aspekte bzw. der Risiken nicht selten besonders kritisch. Trotz solcher Hürden entwickelt sich auch der „digitale“ Staat immer weiter. Beispiele zurückliegender Jahre sind:

  • der elektronische Personalausweis
  • digitale Patientenakten
  • Online Steuererklärungen
  • die digitale Kfz-Zulassung.

Solche Beispiele zeigen, wie stark Bund und Länder digitale Infrastrukturen ausbauen. Aber: In den verschiedenen Bereichen werden auch Hürden und Schwierigkeiten sichtbar. Sehr gut illustrieren die digitalen Steuererklärungen das Ganze. Über Jahrzehnte lief hier alles im Papierformat, Steuerpflichtige mussten ihre Steuererklärung immer unterschreiben.

Mittlerweile reicht es, sich online in das Steuerportal ELSTER einzuloggen. Für dessen Nutzung ist allerdings ein spezielles Authentifizierungsprogramm zu durchlaufen – das mit persönlichen Schlüsseln arbeitet, die zentral vergeben werden. Bis eine steuerpflichtige Person diese in den Händen hält, können allerdings einige Tage vergehen – da der Versand per Post erfolgt.

Zukunftsmusik: Was sich künftig noch ändern kann

Was erwartet die Gesellschaft beim Thema Digitalisierung noch alles? Eine Frage, die Visionäre auf den Plan ruft – und Skeptiker. Letztere warnen schon heute vor einer Ausspähung der Haushalte durch eine wachsende Zahl von Geräten, die persönliche Daten abgreifen und Mega-Konzernen zukommen lassen. Es geht in Teilen der Gesellschaft die Angst um, dass die Visionen eines George Orwell doch noch real werden.

Auf der anderen Seite sehen Befürworter und Verfechter der Digitalisierung die Möglichkeiten der Digitalisierung. So können Smart Home Geräte für mehr Sicherheit im Alltag von Senioren sorgen. Über Jahrhunderte gewachsene Familienstrukturen mit Mehrgenerationen-Haushalten haben sich in der Vergangenheit aufgelöst. Heute leben viele ältere Menschen allein – was gewisse Risiken mit sich bringt. Bei einem Sturz besteht die Gefahr völliger Immobilität und des medizinischen Notfalls. Mit einer Kopplung aus Smart Home Technik und der Anbindung an ein Notrufsystem lässt sich dieses Schreckensszenario auffangen.

Aber auch viele andere Bereiche werden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten von der Digitalisierung profitieren. Beispiele sind:

  • Online-Medizin Anwendungen
  • Gesundheits-Apps
  • autonomes Fahren
  • digitale Operationen.

Letztere kommen zum Einsatz, um Eingriffe an Menschen vorzubereiten. Anhand virtueller Organ- und Körpermodelle können Ärzte Operationen vorbereiten. Besonders für schwierige Eingriffe bietet sich so die Möglichkeit einer umfassenden Vorbereitung. In ähnlicher Weise kann die Digitalisierung in Zukunft bei der Ausbildung angehender Mediziner zum Einsatz kommen – vom ersten Semester an. Statt im Rahmen der Anatomie-Ausbildung direkt am Menschen zu arbeiten, lassen sich Medizinstudenten über digitale Modelle unterrichten.

Diese Form der Ausbildung ist in vielen Branchen und Berufen denkbar. So können Kfz Mechatroniker sich schon heute mit digitalen Modellen von Motoren am Rechner beschäftigen. In Zukunft wäre es durchaus möglich, dass sich Auszubildende dank einer Verschmelzung dieser Modelle mit Virtual Reality durch den Motor bewegen.

Abseits der vielen Zukunftsvisionen und Ideen werden sich die Digitalbranche und Forschungszentren auch mit der Frage zu beschäftigen haben, wie die Sicherheit der Nutzer aussehen kann. Je stärker Digitalisierung im Alltag eine Rolle spielt, umso größer wird am Ende auch die Angriffsfläche. Besonders deutlich wird dies bei den Manipulationsversuchen über Social-Media oder teils spektakulären Hackerangriffen.

Digitale Forschung: Rechenpower aus der Cloud

Von der breiten Bevölkerung weitgehend unbeachtet hat sich die Digitalisierung zunehmend auch in der Wissenschaft breitgemacht. Es geht an dieser Stelle weniger um die Nutzung der Rechenleistung in der Modellierung bestimmter Prozesse oder den Aufbau von Netzwerken. Die Grundlagen des heutigen Internets liegen bekanntlich im Teilchenforschungszentrum CERN.

Vielmehr führen Digitalisierung und die fortschreitende Vernetzung einzelner Rechner zu einem Trend, der wissenschaftliche Forschung über den Hochschulcampus hinauswachsen lässt. Bereits im Rahmen der Suche nach extraterrestrischem Leben haben Astroforscher die Möglichkeiten des Internets dazu benutzt, um die Rechnerkapazität einiger Enthusiasten „anzuzapfen“ und in die Suche nach „E.T.“ einzubinden.

Der Trick: User, welche die Forschungsarbeit unterstützen wollten, haben einen Teil ihrer Rechnerkapazität für ein Programm zur Verfügung gestellt, welches astronomische Daten auswertetet. Dieses Konzept der schwarmbasierten wissenschaftlichen Datenauswertung macht sich inzwischen nicht nur die Weltraumforschung zunutze. Gerade in der weltweiten Sars-Cov2 Pandemie 2020 hat die Wissenschaft dieses Konzept aufgegriffen.

Spezielle Netzwerksysteme zur Berechnung/Modellierung der Proteinstrukturen des neuartigen Coronavirus nutzen genau dieses Konzept, um die Rechenleistung moderner CPUs und Grafikarten zu bündeln – um den Virus schneller zu entschlüsseln und in sehr viel kürzerer Zeit als sonst üblich zu einem Impfstoff sowie neuen Therapeutika zu kommen. Diese Möglichkeiten der Cloud und einer Bündelung der schwarmbasierten Rechenleistung werden auch in Zukunft deutlich an Bedeutung gewinnen.

Fazit: Digitalisierung schreitet immer weiter voran

Das Thema Digitalisierung beschäftigt Forschung, Politik und Unternehmen seit Jahren. Was anfangs visionär klang und viele Verbraucher kaum interessiert hat, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Schon heute spielt die Digitalisierung im beruflichen Umfeld und im privaten Sektor eine große Rolle. Medienkonsum findet oft ausschließlich über digitale Medien statt. Und statt Briefen werden inzwischen nur noch E-Mails geschrieben. Hinsichtlich der Zukunftstrends geht die Entwicklung immer weiter.

Smart Home Anwendungen sind zunehmend gefragter. Aber auch in sensiblen Bereichen wie der Geldanlage oder der Medizin wird in verstärktem Umfang auf hochmoderne Technik, digitale Assistenzsysteme oder virtuelle Körpermodelle gesetzt. Wie dynamisch die Weiterentwicklung am Ende verläuft, wird sich zeigen. Es kann durchaus passieren, globale Krisen wie die Verbreitung des Coronavirus letztlich neue Lösungen und Technologien sogar noch beschleunigen werden.

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