Bitkom Studie

Deutsche Unternehmen setzen vermehrt auf 3D-Druck

Dennis L.

Der 3D-Druck wird in immer mehr Unternehmen in Deutschland eingesetzt. So haben einer aktuellen Studie nach rund 25 Prozent der Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern bereits eigene 3D-Drucker im Einsatz oder arbeiten mit Teilen aus 3D-Druckern.

Berlin (Deutschland). Dass 3D-Drucker längst nicht nur mehr ein Hobby für Computerfreaks sind, belegt die wirtschaftliche Ambition, Deutschlands wirtschaftliche Vorherrschaft im Bereich 3D-Druck weiter zu festigen. Wie weit diese Technologie tatsächlich schon verbreitet ist, zeigt nun eine Gemeinschaftsstudie der Bitkom und Tata Consultancy Services (TCS).

Für die Studie wurden insgesamt 953 in Deutschland ansässige Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern befragt. Demnach besitzen bereits zwei von zehn der befragten Unternehmen eigene 3D-Drucker und weitere 23 Prozent planen die Anschaffung entsprechender Drucker oder erwägen den Kauf von Teilen, welche in einem 3D-Drucker gefertigt wurden. Auffällig hoch ist laut Studie der Einsatz von 3D-Druckern in der Automobilindustrie, der Chemie und dem Maschinenbau.

Deutsche Unternehmen setzen vermehrt auf neue Technologien

Der 3D-Druck zählt, wie auch die Blockchain und die Künstliche Intelligenz, zu den sogenannten neuen Technologien. Diese sind in den letzten Jahren für Unternehmen immer wichtiger geworden und werden allen Prognosen nach in naher Zukunft eine entscheidende Rolle in der Wirtschaft spielen. Die Studie legt offen, dass bereits 19 Prozent der befragten Unternehmen ein- oder mehrmals auf 3D-Drucktechnik zurückgegriffen haben. Im Bereich der Blockchain-Technologie sind es hingegen nur rund fünf Prozent und in der KI-Technik elf Prozent. Deutlich verbreitet bei deutschen Unternehmen sind hingegen Big Data mit 44 Prozent und Cloud-Computing mit 78 Prozent.

Die Automobilindustrie spielt in punkto 3D-Druck derzeit die wichtigste Rolle in der deutschen Industrie. Zu konnten die Studienautoren herausfinden, dass in diesem Sektor der 3D-Druck bereits mit 41 Prozent vertreten ist. Dies sind 21 Prozent mehr als noch im Jahr 2017. Hauptsächlich werden in diesem Industriebereich 3D-Drucker für die Anfertigung von Prototypen sowie für den Werkzeugbau eingesetzt. Große Hersteller wie VW, welche im Jahr 2018 ein komplettes 3D-Druck-Zentrum in Betrieb genommen haben, experimentieren auch mit der 3D-Drucken für die Serienproduktion. Modernste 3D-Druckverfahren, die auch Metall oder Keramik drucken können, wirken sich dabei positiv auf die Entwicklung und den Fortschritt in der 3D-Technik aus.

Chemie, Maschinenbau und viele andere Branchen profitieren vom 3D-Druck

Zu den größten Profiteuren des 3D-Drucks zählen auch Unternehmen aus der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Während noch 19 Prozent dieser Unternehmen im Jahr 2017 auf 3D-Drucke setzen, so sind es heute bereits 38 Prozent. Gerade der individuelle Medikamenten-Druck spielt in diesem Sektor eine immer wichtigere Rolle.

Rund 26 Prozent der Maschinen- und Anlagenhersteller profitierten bereits im Jahr 2017 vom industriellen 3D-Druck. Heute sind es mit etwa 38 Prozent nochmals deutlich mehr. Aber neben den drei größten Industriezweigen nutzen auch zahlreiche Unternehmen aus anderen Wirtschaftszweigen die Vorteile des 3D-Drucks und selbst kleine Unternehmen, die sich keine industriellen 3D-Drucker leisten können und bei denen sich wegen des geringen Druckvolumens eine Anschaffung nicht lohnen würde, können neuerdings durch Online-Marktplätze wie PROTIQ 3D-Drucke anfertigen lassen. Solche kostengünstigen Angebote und stetig sinkende Preise für 3D-Drucker sorgen dafür, dass immer mehr Unternehmen die 3D-Drucktechnologie zu ihrem Vorteil nutzen können.

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