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Fahren der Zukunft

Autonomer Linienbus geht auf Sylt in Betrieb

Bereits im März soll ein autonomer Bus in Keitum auf Sylt Fahrgäste sicher transportieren. Die Fahrt soll zudem kostenlos sein und das bestehende Liniennetz ergänzen.

Sylt (Deutschland). Bereits ab Mitte März soll in Keitum auf Sylt ein autonom fahrender Bus den Linienbetrieb aufnehmen. „Ich freue mich sehr, dass sich das Projekt auf Sylt etablieren wird“, so Geschäftsführer der Sylter Verkehrsgesellschaft SVG Sven Paulsen. Bis zum Start des Projekts ist aber noch einiges zu tun: Derzeit wird die etwa drei Kilometer lange Strecke noch genau ausgemessen. Danach folgt die Schulung der Mitarbeiter, die jede Fahrt begleiten werden und im Notfall eingreifen können. Sind auch diese Punkte von der Liste abgehakt, so kann die Genehmigung beim Wirtschaftsministerium in Kiel sowie dem Kreis Nordfriesland beantragt werden.

Die Testphase des autonomen Fahrens auf Sylt sieht vor, dass die Fahrgäste zu Beginn den autonomen Bus kostenlos nutzen können. Dieser soll zu Beginn den bestehenden Linienverkehr nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen. Bereits jetzt stehen entlang der Fahrstrecke in Keitum auffällige Schilder, die auf das Fahren autonomer Fahrzeuge hinweisen.

Kleiner Bus, große Wirkung

Der autonome Bus von Easymile besitzt lediglich acht Sitzplätze und ist Bestandteil eines aktuellen Forschungsprojekts. Die Sylter Verkehrsgesellschaft ist einer von insgesamt acht Teilnehmern des Projekts Nachfragegesteuerter Autonom Fahrender Bus (NAF). So wird der Bus bereits seit dem Sommer auf dem GreentTec-Campus in Enge-Sande erprobt und in der dritten Jahreshälfte soll ein weiterer autonomer Bus im Kreis Dithmarschen seinen Betrieb aufnehmen.

Bisher ist geplant, dass das Forschungsprojekt bis zum Ende des Jahres 2020 läuft. An den Kosten von rund 4,4 Millionen Euro beteiligt sich das Bundesverkehrsministerium mir 2,4 Millionen Euro. Im Rahmen des Projekts soll vor allem erforscht werden, wie die Automatisierung der öffentlichen Verkehrsmittel in ländlichen Regionen am besten funktioniert. Zudem soll die Akzeptanz in der Bevölkerung für die Technik des autonomen Fahrens erhöht werden. Das Projekt sammelt zudem wichtige Daten, die für spätere rechtliche Grundlagen und Gesetze entscheidend sein werden.

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