Bibelmuseum

Einige Fragmente der Schriftrollen des Toten Meer sind Fälschungen

D. Lenz

Auf den Punkt gebracht
  • Einige Teile der Qumran-Schriftrollen wurden in Berlin auf ihre Echtheit hin überprüft
  • Heraus kam, dass rund ein Drittel der Ausstellungsstücke Fälschungen sind
  • Bereits in der Vergangenheit entpuppten sich eine Fragmente als Fälschungen
  • Chefkurator sowie die Öffentlichkeit sind entdtäuscht

Das Bibelmuseum in Washington ließ zweifelhafte Fragmente der Qumran-Schriftrollen in Berlin auf ihre Echtheit prüfen. Dabei stellte sich heraus, dass rund ein Drittel der Ausstellungsstücke gefälscht sind.

Washington (U.S.A.). Das im Jahr 2017 eröffnete Bibelmuseum in Washington hat fünf Fragmente der berühmten Schriftrollen vom Toten Meer aus seiner Ausstellung entfernt, da sie sich als Fälschung entpuppt haben. Bereits frühere Untersuchungen haben die Echtheit von fünf der 16 Fragmente angezweifelt, da diese Merkmale aufwiesen, die dem antiken Ursprung widersprachen.

Daraufhin hat das Museum eine umfassende Untersuchung der betroffenen Fragmente angeordnet und die Teile der Qumran-Schriftrollen nach Berlin an die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) geschickt. Hier bestätigte sich der frühere Verdacht: Die Fragmente sind nicht echt.

Die Endtäuschung ist groß

„Wir haben uns ein anderes Ergebnis gewünscht“, kommentiert Chefkurator Jeffrey Kloha. „Wir nehmen das Resultat aber zum Anlass, die Öffentlichkeit über die Bedeutung solcher Prüfungen biblischer Artefakte aufzuklären.“ Die Schriftrollen vom Toten Meer gehören zu den bisher ältesten bekannten Schriften der Bibel.

Untersuchungen sollen weitere mögliche Fälschungen entlarven

Nachdem sich jetzt bereits mehrfach Frakmente der Schriftrollen als Fälschungen entpuppt haben, sollen nach und nach alle existieren Teile der Qumran-Schriftrollen auf ihre Echtheit hin überprüft werden. So bekommt die Öffentlichkeit endlich Gewissheit, ob die berühmten Schriften der Bibel echt sind oder eben nicht.

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