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Digitale Medien

Online lernen Kinder am liebsten

Anstatt aus Büchern zu lernen, bevorzugen immer mehr Kinder das Lernen am Bildschirm, wo diverse Inhalte spielerisch mit bewegten Bildern und animierten Figuren vermittelt werden. Ein direktes Feedback und individuelle Lernpfade sprechen auch aus wissenschaftlicher Sicht für das Lernen am Computer bzw. am Tablet.

Düsseldorf (Deutschland). Immer mehr Schülerinnen und Schüler finden das Lernen aus Büchern nicht mehr zeitgemäß. Gerade trockene Lerninhalte wie geschichtliche Daten oder das Lernen von Vokabeln lassen sich mit digitaler Hilfe viel einfacher vermitteln.

Geht es nach einer Schüler-Umfrage, durchgeführt von FACT-Online, sollte das Lernen mit Computern und Tablets fester Bestandteil des Alltags an deutschen Schulen sein. Für die repräsentative Umfrage wurden insgesamt 860 Kinder im Alter zwischen fünf und 13 Jahren befragt und heraus kam, was viele Experten schon seit längeren fordern: Das digitale Lernen wird in Schulen immer noch vernachlässigt. Ein Tablet sollte, wie Federmappe und Pausenbrot, in jeden Schulranzen gehören.

Nur noch wenige Kinder lernen gerne aus Büchern

Die Auswertung zeigt, dass ein Großteil der Kinder lieber digital lernt, wobei der Anteil der Jungen größer als der der Mädchen ist. Es zeigt sich zudem, dass gerade einmal noch 15 Prozent der befragten Kinder am liebsten aus Büchern lernen. Die Experten sind sich sicher, dass der größere Lernerfolg zum einen daran liegt, dass mehrere Sinne der Kinder beim Lernen am Bildschirm zeitgleich angesprochen werden (sehen, hören, interagieren), selbst schwieriger Lernstoff gut erklärt wird und Lerninhalte zudem spielerisch vermittelt werden, was die Kinder mehr motiviert und zudem großen Spaß macht.

Auch wenn das Lernen am Computer bzw. Tablet noch nicht fester Bestandteil in deutschen Schulen ist, so lernen dennoch viele Kinder zu Hause online auf gut-erklaert.de oder ähnlichen Lernplattformen für Kinder den aktuellen Unterrichtsstoff.

Wie lange sollten Kinder am Computer lernen?

Auch die Eltern registrieren die erhöhte Lernbereitschaft, sobald die Kleinen vor dem Bildschirm sitzen. Eine Forsa-Umfrage unter Eltern mit Schulpflichtigen Kindern deckt sich mit der aktuellen FACT-Online-Studie: Rund 25 Prozent der Eltern empfinden, dass ihre Kinder mehr Spaß beim Lernen haben, wenn diese Aufgaben am Computer oder am Tablet lösen. Jedoch belegt aus Elternsicht das Lernen am Bildschirm nur Platz. Knapp 28 Prozent der befragten Mütter und Väter glauben, dass ihre Kinder beim praxisorientierten Arbeiten noch mehr Spaß haben.

Obwohl Kinder und Eltern den Vorteil des Lernens am Computer sehen, bleibt die Frage offen, wie lange Kinder überhaupt am Bildschirm lernen sollten. Medienpädagogen empfehlen eine altersgerechte Bildschirmzeit. Bei Grundschulkindern sollte diese beispielsweise nicht mehr als eine Stunde pro Tag liegen – egal ob in dieser Zeit gelernt, Computerspiele gespielt oder TV geschaut wird.

Medienkompetenz als positiver Nebeneffekt

Fachleute sehen durch das Lernen im Internet einen weiteren positiven Nebeneffekt für die Kinder: Durch den kontrollierten Umgang mit den digitalen Medien steigern die Kinder ihre Medienkompetenz. Immerhin nutzen weit über 60 Prozent der sechs bis 13-Jährigen fast täglich das Internet. Eltern und Schule sollten sich daher zur Aufgabe machen, Kindern den Umgang mit den digitalen Medien zu erklären.

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