Beruf & Liebe

Junge Paare trennen sich oft bei beruflichem Misserfolg des Mannes

Dennis L.

Einer Studie zufolge trennen sich junge Paare häufiger, wenn der Karrierestart des Mannes missglückt ist. Befindet sich die Frau in der gleichen Situation, so hat dies der Studie zufolge keine Auswirkungen auf die Beziehung.

München (Deutschland). Laut einer Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) trennen sich junge Paare häufiger, wenn der Berufsstart des Mannes misslingt. Hat die Frau dagegen einen holprigen Start in die Arbeitswelt, ändert sich in der Regel nichts an der Beziehung.

Eine neue Studie zeigt, dass junge Männer, die den Übergang ins Berufsleben nicht schaffen und mit Mitte 20 vorübergehend arbeitslos werden, eine höhere Trennungsrate von ihrer Partnerin haben (43 Prozent) als erfolgreiche Berufseinsteiger. Die wissenschaftliche Studie, die vom Deutschen Jugendinstitut durchgeführt wurde, ergab auch, dass es für die Paare offenbar weit weniger belastend ist, ob der Partner auf dem Arbeitsmarkt Fuß fasst oder nicht.

Wissenschaftler sehen den Grund dafür in den Geschlechterrollen

Insgesamt deuten die Ergebnisse der Studie darauf hin, dass ein erfolgreicher Berufseinstieg des Mannes die Beziehung spürbar stabilisiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein gemeinsamer Haushalt gegründet wird, steigt mit dem ersten Job deutlich an. Interessanterweise scheint es so, ob und als was die Frau arbeitet, keine Auswirkungen auf die Beziehung hat.

Die Ergebnisse zeigen, dass traditionelle Geschlechterrollen am modernen Arbeitsplatz immer noch wirksam sind, was vor allem für Männer eine Belastung darstellt. Denn die Erfahrung des doppelten Scheiterns - erst beruflich, dann persönlich - kann sich langfristig negativ auf ihr Leben auswirken, so die Autoren der Studie. Sie forderten daher mehr Chancengleichheit und vor allem weniger Druck auf junge Männer.

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