Fremdsprache

Früher Englischunterricht bringt weniger als erwartet

Dennis L.

Je früher umso besser? Wie aktuelle Studien zeigen, gilt dies nicht immer. So ist das Englischlernen ab der ersten Klasse doch nicht so effizient, wie bisher angenommen. Ein falscher Ansatz im Zweitsprachenlernkontext?

Vor allem für Menschen, die bereits in der Schule Englisch gelernt haben und dennoch einfach sprachlich nicht zufrieden sind oder sich mehr erhofft haben, gibt es viele Möglichkeiten, ihre Sprachkenntnisse zu erweitern. Bewährt haben sich vor allem private Einzelstunden. Diese sind bequem von zu Hause erhältlich und lassen sich gut in den Alltag einbinden. Der zweite Vorteil ist, bei so einer Unterrichtsform einen Englischlehrer ganz für sich allein zu haben. Mehr Konzentration und mehr Möglichkeiten auf die eigenen Bedürfnisse einzugehen. Der eins-zu-eins-Unterricht hat sich in den Erkenntnissen hervorgehoben und gezeigt, dass hier mehr Möglichkeiten gegeben sind wie im normalen Klassenunterricht.

Studien haben ebenfalls belegt, dass es vor allem auf das „Wie“ bei den Jüngsten ankommt. Laut den Auswertungen liegt es vor allem am falsch gewählten Zeitpunkt. Dieser unterliegt einer Entwicklungsphase, in der die Kinder mehr Zeit und ein intensiveres Befassen mit einer Sprache bedürfen, um diese richtig zu erlernen. So hat sich in der Forschung gezeigt, dass Kinder, die bereits in der ersten Klasse Englischunterricht erhielten, in der siebten Klasse klare Defizite aufwiesen gegenüber den Kindern, die erst in der dritten oder vierten Klasse mit dem Englischunterricht in Berührung kamen.

Auch die Lehrer sind nicht zufrieden mit dem Englischunterricht in den Grundschulen. Dies liegt jedoch nicht an der Aufnahmefähigkeit und dem Lernwillen der Schüler, sondern an einem strickten Lehrermangel. Es fehlt an Zeit und Umfang, um die Sprache kindgerecht zu unterrichten.

Das Einbringen des Englischunterrichtes in die Grundschule bringt eine weitere Herausforderung mit sich. Der Grundschulunterricht unterscheidet sich in den Rahmenbedingungen vom Zweitsprachenlernkontext. Hierbei wird das Fach Englisch nur angeschnitten und unterliegt in der Regel einem Umfang von zwei Wochenstunden. Doch der Zweitsprachenlernkontext setzt voraus, dass der Lernende umfassend in die Zielsprache eingeführt wird und mit dieser im täglichen Lernen umgeben wird.

Kompetenzentwicklung der Sprache für ein ökonomisches Denken

Bei der englischen Sprachlehre geht es vor allem um ein Erlernen von nachhaltigen ökonomischen Aspekten, die eine Sicherung der eigenen Zukunft darstellt. Englisch gilt als Weltsprache und als solche vor allem bei wichtigen Studien und Forschungen genutzt, um die Erkenntnisse weltweit zu veröffentlichen. Um sich somit weiterzubilden und den Ergebnissen zu folgen, ist es wichtig, der englischen Sprache mächtig zu sein.

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