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Empirische Ästhetik

Eine einfache Antwort auf die Frage: Was ist Schönheit?

Da Frage nach der Schönheit ist schon Jahrhunderte alt. Jetzt haben Psychologen eine Antwort gefunden – und sie ist einfacher als gedacht.

New York (U.S.A.). Es gibt nur sehr wenige Dinge auf der Welt, die so oft und ausführlich analysiert wurden wie die Frage nach der Schönheit. Bereits der Philosoph Plato aus der Antike bis hin zu modernen Neurowissenschaftlern aus dem 21. Jahrhundert haben versucht die Schönheit zu definieren. Zwei Psychologen aus New York in den U.S.A. haben nun eine sehr einfache Antwort auf die Frage im Fachmagazin Current Biology veröffentlicht.

„Die Philosophen sind lange Zeit davon ausgegangen, dass das Gefühl der Schönheit eine besondere Art von Genus ist“, erklärt Denis Pelli, Ko-Autor der Studie von der New York University. An der Grundidee ist laut den Psychologen etwas dran, nur sei die Sache tatsächlich noch einfacher. So haben Untersuchungen gezeigt, dass die Empfindung von Schönheit ein ganz besonderer und intensiver Genuss ist. Es reicht beim Betrachter bereits in Bruchteil einer Sekunde, um dieses besonders intensive Gefühl auszulösen.

Studien und Messdaten bestätigen Theorie

Aenne Brielmann, Doktorandin der New York University und Hauptautorin der aktuellen Studie, hat für die aktuelle Übersichtsarbeit sämtliche Schönheitsvorstellungen genauer untersucht: Von Plato bis hin zu den neusten Erkenntnissen der Neurowissenschaft.

Brielmann und Pelli arbeiten im Bereich der empirischen Ästhetik, einem Fachbereich der Psychologie, der untersucht wie Menschen Schönheit und Kunst wahrnehmen. Untersuchungen von Neurowissenschaftler haben gezeigt, dass bei Menschen, die etwas Schönes sehen, die Aktivität der Lustzentren im orbitofrontalen Kortex des Gehirns ansteigt.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Die Psychologen bestätigen zudem, dass bestimmte Faktoren wie Symmetrie, der goldene Schnitt oder gewisse Rundungen Personen oder Gegenstände schöner erscheinen lassen. Diese Annahme wird zudem von evolutionären Psychologen vertreten. Dennoch sollte man vorsichtig sein und den Einfluss dieser Faktoren nicht verallgemeinern. So ist beispielsweise der asymmetrische Schönheitsfleck ein Markenzeichen vieler der schönsten Gesichter der Welt, wie man am Beispiel von Marilyn Monroe sehen kann.

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