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Gebäudeversicherung

Versicherungen für Massivhäuser sind günstiger als für Leichtbauten

Qualität zahlt sich meistens aus: Dies gilt aber nicht nur für eventuelle Gebäudeschäden an Massivhäusern, die meist geringer als an Leichtbauten ausfallen, sondern auch für die dazugehörigen Gebäudeversicherungen. Eine Studie zeigt nun, dass Versicherungen für Massivhäuser in den meisten Fällen günstiger sind.

Berlin (Deutschland). Wer ein Haus sein Eigen nennt, der schließt dafür im Regelfall auch eine sogenannte Wohngebäudeversicherung ab. Diese deckt dann beispielsweise Schäden durch Blitze, Leitungswasser, Hagel, Feuer und Sturm ab. Vor allem im Hinblick auf die zunehmenden Unwetterschäden in Deutschland ist eine solche Gebäudeversicherung jedem Hausbesitzer zu empfehlen.

Eine Auswertung der deutschen Versicherer hat ergeben, dass die Schäden an Wohngebäuden im Jahr 2015 rund fünf Milliarden Euro betrugen. Alleine der Sturm Elvira, der im Mai 2016 über Deutschland hinwegfegte, verursachte Schäden an Gebäuden in Höhe von 450 Millionen Euro.

Massivhäuser sind besser vor Unwettern geschützt

Wie das Pestel-Institut (PDF)in einer Studie herausgefunden hat, gibt es bei den Versicherungsbeiträgen für Gebäudeversicherung große Unterschiede. So zeigte sich, dass Massivhäuser im Regelfall günstiger sind als Gebäude, die in Leichtbauweise errichtet wurden. Es zeigte sich sogar, dass einige Versicherer überhaupt keine Fachwerk- oder Holzhäuser versichern oder für diese Gebäude im Schadensfall nur begrenzte Leistungen anbieten.

Diplom Kaufmann Jürgen Görlitz, Vorsitzender der wilmsag.de, erklärt, dass der Hauptgrund dafür, wie es der Name bereits sagt, in der massiven Bauweise von Massivhäusern liegt. So bieten Massivhäuser einen besseren Schutz gegen außergewöhnlich schweres Wetter. Aber auch beim Thema Brandschutz schneiden Massivhäuser besser ab, denn Beton gilt als nicht brennbarer Baustoff und kann daher, anders als zum Beispiel Holz, nicht zur Brandentstehung beitragen. Genau diese Aussagen führen auch die Versicherer an, wenn sie auf den Preisunterschied der Gebäudeversicherungen angesprochen werden.

Durchschnittlich 50 Prozent geringere Versicherungskosten für ein Massivhaus

In Zahlen bedeutet dies, dass beispielsweise für den Standort Lübeck die durchschnittliche Jahresprämie für ein Massivhaus bei 284,90 Euro liegt. Ein als nicht massiv aufgeführtes Einfamilienhaus liegt dagegen bei durchschnittlich 409,50 Euro. Somit ist die massive Bauweise im Mittel rund 44 Prozent günstiger als Wohnhäuser, die in Leichtbauweise erbaut wurden. Nur zwei Versicherer bieten, ganz unabhängig von der Bauweise, denselben Schutz im Schadensfall. Jedoch liegen die Versicherer rund 85 Prozent über dem preisgünstigsten Anbieter für Massivhäuser und rund 60 Prozent über dem preiswertesten Anbieter für nicht massive Gebäude.

Wie das Pestel-Institut abschließend herausfand, bewertet die Mehrheit der für die Studie herangezogenen Versicherer das Schadensrisiko bei Massivhäusern signifikant geringer als das von nicht massiven Wohngebäuden und verlangt im Schluss für Eigentümer eines Massivhauses eine deutlich geringere Versicherungsprämie. Diese liegt durchschnittlich 40 bis 50 Prozent unter den Beiträgen für nicht massive Häuser.

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