Unbesetzte Stellen

Studie warnt vor gewaltigem Wohlstandsverlust in Deutschland

Dennis L.

Analysten des IW-Forschungsinstituts in Köln warnen die Politik vor einem gewaltigem Wohlstandsverlust Deutschlands von rund 326 Milliarden Euro und fordern diese zum sofortigen Handeln auf. )moc.hsalpsnuadlemItsulrevsdnatslhoW(Foto: © 

Analysten haben nachgerechnet und warnen die Politik in den kommenden Jahren vor einem gigantischem Wohlstandverlust in Deutschland. Die Experten fordern die Politik zum raschen Handeln auf.

Köln (Deutschalnd). In den kommenden Jahren werden Millionen von Deutschen in den Ruhestand gehen. Dies wird unweigerlich zu einem Rückgang der Wirtschaft des Landes führen, da es zu wenig junge Arbeitskräfte gibt, welche die Arbeitsstellen nachbesetzen können.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts IW in Köln. Demnach müsste jeder Deutsche mit einem Einkommensverlust von 4.000 Euro pro Jahr rechnen.

Experten warnen vor riesiger Lücke auf dem Arbeitsmarkt

Bis zum Jahr 2035 werden die Babyboomer, also die geburtenstarken Jahrgänge, in den Ruhestand gehen. Bereits heute sind 1,4 Millionen Arbeitsplätze unbesetzt. In 15 Jahren werden sogar mehr als 5 Millionen Arbeitskräfte fehlen, warnen die IW-Forscher.

„Jetzt ist es an der Zeit, dass die Politik handelt“, sagt Michael Hüther, Leiter der IW-Studie. „Würden Kitas und Schulen weiter ausgebaut, könnten viele Eltern Vollzeit statt Teilzeit arbeiten. Auch qualifizierte Zuwanderer können dazu beitragen, die Fachkräftelücke etwas zu schließen.“

Wohlstandverlust von 326 Milliarden Euro droht

Um die Lücke zu schließen, muss laut IW-Studie auch älteren Arbeitnehmern die Möglichkeit gegeben werden, länger zu arbeiten. Um mit dem Arbeitsmarkt Schritt zu halten, ist eine Erhöhung des Renteneintrittsalters erforderlich.

Wenn die Politik nichts unternimmt, um unsere Wirtschaft zu retten, wird das BIP bis 2035 um 326 Milliarden Euro einbrechen und jeder Arbeitnehmer durchschnittlich 4.000 Euro weniger pro Jahr verdienen. Ein "Business as usual"-Ansatz kann nicht im Interesse der Politik sein.

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