Kryptowährungen

Rund jeder zehnte Haushalt in Deutschland besitzt Bitcoin & Co.

Dennis L.

Auf den Punkt gebracht
  • Immer mehr Menschen sparen in Bitcoin & Co.
  • Die EZB sieht bereits die Finanzstabilität in Gefahr

In Deutschland besitzen rund neun Prozent der Haushalte Bitcoin oder andere Kryptowährungen. Dies spiegelt ziemlich genau den Durchschnitt der Euro-Zone wieder, wonach jeder zehnte Haushalt kleinere oder größere Mengen der alternativen Währung Bitcoin oder ähnlichen Assets besitzt. Die Europäische Zentralbank sieht bereits die Finanzstabilität in Gefahr.

Frankfurt am Main (Deutschland). Eine kürzlich veröffentlichte Pilot-Studie der Europäischen Zentralbank (EZB) fand heraus, dass die Europäer deutlich mehr Kryptowährungen wie beispielsweise den Bitcoin besitzen, als bisher angenommen wurde. Demnach besitzen rund 14 Prozent der niederländischen Haushalte Bitcoin oder ähnliche Alternativen. Kryptowährungen sind in Deutschland in neun Prozent aller Haushalte als Absicherung gegen den immer stärker infaltionierenden Euro zu finden, in Frankreich sind es bereits sechs Prozent.

Immer mehr Menschen erkennen die Vorteile von Bitcoin

Laut der Studie, die auch aus Daten aus Belgien, Italien und Spanien berücksichtigt, verfügen rund 37 Prozent aller Befragten die deflationäre Währung Bitcoin oder Spekulationswährungen Etherium und Co. im Gegenwert von bis zu 999 Euro. 29 Prozent der Krypto-Befürworter besitzen bis 4.999 Euro, 13 Prozent bis 9.999 Euro und sechs Prozent sogar einen Gegenwert von mehr als 30.000 Euro.

Die Untersuchung stellte zudem fest, dass in allen Ländern in den oberen 20 Prozent der Einkommenspyramide am ehesten Kryptowährungen gekauft wurden, doch auch ein den finanziell schwächeren Schichten gaben viele Befragte an, kleinere Mengen zu besitzen.

Während es früher noch recht kompliziert war Bitcoins im Internet zu kaufen, bieten heute spezialisierte Portale wie bitcoinprime.io/de/ ganz einfache Lösungen an, Bitcoin oder andere Krypto-Assets zu kaufen und damit zu handeln.

Menschen mit hoher Bildung investieren vermehrt in Bitcoin

Die Studie fand zudem heraus, dass überdurchschnittlich jüngere Männer mit einer höheren Bildung auf den Bitcoin als Alternative zum Fiat-Geld setzen. Die EZB hält Kryptowährungen laut eigener Aussage jedoch für Kleinanleger als ungeeignet und hat daher die Europäische Union dazu aufgefordert, dringend neue Regeln für Kryptowährungen zu erlassen. Krypto-Experten sehen in dieser Forderung vielmehr, dass die EZB erkennt, dass der Bitcoin eine echte und immer mehr genutzte Alternative zum klassischen Fiat-Geld ist und diese das Geld nicht kontrollieren kann.

Der Bitcoin breitet sich aus und gefährdet das bereits bröckelnde System

Studien und Nutzerzahlen zeigen, dass immer mehr Menschen auf der Welt Bitcoin nutzen, da sie erkannt haben, dass Bitcoin ein Geld ist, welches alle Probleme die es mit den klassischen Staatswährungen löst. Doch anstatt auf ein neues und funktionierendes Geldsystem zu setzen, warnt die EZB eindringlich vor einem hohen Risiko für die Finanzstabilität.

„Die Anleger konnten den Rückgang der Marktkapitalisierung ungesicherter Krypto-Anlagen um 1,3 Billionen Euro seit November 2021 verkraften, ohne dass Risiken für die Finanzstabilität entstanden sind. Bei diesem Tempo wird ein Punkt erreicht werden, an dem ungesicherte Krypto-Assets ein Risiko für die Finanzstabilität darstellen werden.“

Entscheidungen wurden fälschlicherweise positiv interpretiert

Die EZB kann sich den rasanten Anstieg an Krypto-Nutzern in der Euro-Zone nur dadurch erklären, dass die von den Behörden ergriffenen Maßnahmen als positive Unterstützung der Kryptowährungen interpretiert wurden, obwohl diese noch weitgehend umreguliert sein.

So verweist die EZB beispielsweise auf deutsche Investmentfonds, die seit Juli 2021 bis zu 20 Prozent ihrer Bestände in Bitcoin und Co. halten dürfen. „Diese Produkte haben zusammen mit Clearing-Einrichtungen den Anlegern den Zugang zu Kryptowährungen erleichtert, da sie an traditionellen Börsen gehandelt werden können und der Endnutzer sich nicht mehr mit den komplexen Problemen der Verwahrung und Lagerung befassen muss“, heißt es im negativen Ton weiter.

Die EZB warnt eindringlich: „Die Märkte für Krypto-Vermögenswerte weisen derzeit alle Anzeichen eines entstehenden Finanzstabilitätsrisikos auf.“ Für die Regulierungs- und Aufsichtsbehörden ist es daher von oberster Bedeutung, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und Regulierungslücken oder Arbitragemöglichkeiten zu schließen.

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