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E-Commerce

PayPal und Rechnungskauf sind beim Kunden am beliebtesten

Wie eine aktuelle Studie zeigt, sind PayPal und Rechnungskauf beim Onlineshopping in Deutschland immer noch am beliebtesten. Obwohl die Onlineshops ihr Bezahlangebot stets erweitern, deckt sich dies nicht immer mit den Wünschen der Konsumenten.

Köln (Deutschland). Wie die neuste ECC-Payment-Studie des Kölner Handelsinstitut zeigt, favorisieren die Deutschen beim Onlineshopping immer noch den Kauf auf Rechnung und das Bezahlen per PayPal. So stieg der Anteil der PayPal-Zahlungen im Internet von rund 29 auf 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Den Kauf auf Rechnung bevorzugen sogar rund 41 Prozent der deutschen. Weit abgeschlagen, hinter PayPal und Rechnungskauf, folgen dann das Lastschriftverfahren, Kauf per Kreditkarte, Sofortüberweisung und Amazon Payments.

„Trotz ständiger Innovationen im Payment-Bereich kann aus Konsumentensicht kein Zahlungsverfahren die Rechnung und PayPal vom Thron stoßen“, so Studienautor Malte Krüger. „Im Gegenteil: Die Präferenzen festigen sich bei der Mehrheit der Konsumenten weiter erkennbar. So gaben sieben von zehn befragten Konsumenten an, beim Bezahlen im Internet immer mit ihrer favorisierten Bezahlmethode zu zahlen – sofern diese angeboten wird.“

Unterschiede bei verschiedenen Produktgruppen

Auch wenn PayPal und der Rechnungskauf bei den Deutschen sehr beliebt sind, so unterscheiden sich diese Bezahlmethoden in den unterschiedlichen Produkten, die mit ihnen bezahlt werden. Während mit dem Rechnungskauf vorwiegend größere Haushaltsgeräte bzw. Haushaltsgegenstände, wie Sofas, Waschmaschinen oder Ähnliches, Kleidung und Schmuck bezahlt werden, liegt PayPal beim Kauf von kleineren Alltagsgegenständen, digitalen Produkten, wie Computerspielen vorne. PayPal als Zahlungsmethode ist auch im Sportwettenbereich verbreitet und zum Bezahlen sogenannter inApp-Käufe.

Wie Mailin Schmelter von der ECC Köln betont, ist nicht die Anzahl möglicher Bezahlsysteme entscheidend, sondern die richtigen Bezahldienste, die sich an der jeweiligen Kundengruppe orientieren.

Shopbetreiber folgen nicht immer den Wünschen ihrer Kunden

Die Studie zeigt, dass nur rund jeder zweite Kunde sein favorisiertes Bezahlsystem nutzen kann. Zwar bauen die Onlineshops ihr Angebot an Zahlungssystem immer weiter aus, aber dies nutzt nichts, wenn man weiterhin auf die beliebtesten Zahlungsmethoden verzichtet. Oftmals sind die damit verbunden höheren Kosten der Shopbetreiber oder schlichte Unwissenheit für diese Diskrepanz verantwortlich. Immerhin konnte in der Studie festgestellt werden, dass in acht von zehn Onlineshops PayPal und/oder Vorkasse als Zahlungsoption zur Verfügung stand. Der Kauf auf Rechnung, der das Ranking in Deutschland klar anführt, wird hingegen in deutlich weniger Onlineshops angeboten.

Es ist für die Shopbetreiber daher wichtig, ihr Bezahlangebot ihren Produkten oder Dienstleistungen sowie ihrer Kundengruppe anzupassen. Gerade bei der jüngeren Generation, die viele Einkäufe mobil über das Smartphone oder das Tablet tätigt, ist PayPal die favorisierte Zahlungsart. Wie hoch der jährliche Verlust der Onlineshops durch falsche oder nicht vorhandene Zahlungsmöglichkeiten ist, ließ die Studie jedoch offen.

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