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Großes Wachstum

Paid Content in Onlinespielen wird immer beliebter

Immer mehr Menschen nutzen kostenpflichtige mediale Inhalte in Onlinespielen. Damit wird die digitale Spielebranche zu dem am stärksten wachsenden Zweig der Internetwirtschaft in Deutschland.

Berlin (Deutschland). Immer mehr Onlinespiele, ob am Smartphone, dem Tablet oder am Computer, sind für den Nutzer kostenlos spielbar – nur Erweiterungen oder bestimmte Funktionen sind kostenpflichtig – sogenannter Paid Content. Der Verband der Internetwirtschaft e.V. hat diese kostenpflichtige Zusatzinhalte auf ihre Beliebtheit untersucht und festgestellt, das Paid Content mit 16,7 Prozent (rund 4,9 Milliarden Euro) an der deutschen Internetwirtschaft beteiligt ist.

Laut den Experten nimmt Paid Content aber noch weiter Fahrt auf: Bis zum Jahr 2019, so die Berechnungen, werden sich bezahlte Zusatzinhalte mit 17,6 Prozent (gut 8 Milliarden Euro) an der deutschen Internetwirtschaft beteiligen.

Paid Content ist vielseitig

Bezahlte Inhalte finden sich mittlerweile in diversen Onlinespielen und Online-Casinos, im E-Publishing sowie bei Musik-, Videostream- und Cloud-Diensten. „Das Angebot wächst und wird dank verbesserter Zugangsmöglichkeiten immer attraktiver, was mehr und mehr Nutzer überzeugt“, erklärt Harald A. Summa, Coautor der Studie. „Hinzu kommt die höhere Flexibilität. Über das Internet können die Menschen die Inhalte so oft sie wollen nutzen, und zwar genau dann, wenn es in ihren Zeitplan passt – anders als etwa beim klassischen Radio- und Fernsehprogramm mit seinen festen Sendezeiten.“

Onlinespiele sind längst im Massenmarkt angekommen

Rund 20 Millionen Deutsche nutzen regelmäßig Mobile- und Browserspiele. „Wir gehen davon aus, dass die Nutzerzahlen weiterhin um fünf bis zehn Prozent jährlich steigen werden“, so Lars Steffen. Schon heute machen Onlinespiele bzw. Browserspiele sowie Spiele-Apps rund 30 Prozent des gesamten Markts für digitale Spiele aus – Tendenz weiter steigend.

Free-to-Play ist der Einstieg

Die meisten Anbieter von Paid Content setzen dabei auf Free-to-Play-Modelle. Dies bedeutet, dass das Produkt kostenfrei zugänglich ist. So wollen sie möglichst viele neue Spieler gewinnen. Kostenpflichtig sind dann nur gewisse Funktionen des Spiels – sofern der Spieler diese nutzen möchte.

Im digitalen Spielemarkt herrscht großer Wettbewerb. So tummeln sich neben den großen Publishern auch unzählige kleine Spieleentwickler auf dem Markt, die auf ihren großen Hit hoffen. Alle versuchen jedoch, die kritische Masse für ihre Spiele zu erreichen.

Gambling – Der Platzhirsch im Bereich Paid Content

Gambling, im speziellen Casino-Spiele, sind mit rund 1,6 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2015 das umsatzstärkste Segment im Bereich Paid Content. Bis zum Jahr 2019 erwarten die Autoren der Studie ein Wachstumsplus von knapp 15 Prozent. „Das Wachstum im Online Gambling ist maßgeblich getrieben durch den Bereich Online-Casino, in welchem über 50 Prozent der Brutto-Spielerträge erwirtschaftet werden“, sagt Lars Riegel.

Derzeit werden gut 15 Prozent der Bruttospielerträge online generiert. Dabei sind Online-Casinos mit über 50 Prozent der Online-Bruttospielerträge die mit Abstand beliebteste Online-Gambling Sparte.

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