Ausgaben steigen

Online Marketing wird immer wichtiger

Dennis L.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass immer mehr Unternehmen ins Online Marketing investieren. Vor allem der Mittelstand braucht sich nicht mehr hinter großen Unternehmen verstecken und verzeichnet dank Suchmaschinenoptimierung und Social Media Kampagnen stetig steigende Umsätze.

Berlin (Deutschland). Neben der klassischen Neukundengewinnung und natürlich der Lead-Generierung zählt vor allem die Positionierung als führendes Unternehmen zu den wichtigsten Zielen im Online Marketing im Jahr 2020. Hierbei setzen mittelständische Unternehmen vermehrt auf einen breit gefächerten Mix aus Suchmaschinenoptimierung (SEO), Suchmaschinenwerbung (SEA), Newsletter-Marketing sowie Social Media Kampagnen. Zudem lässt sich beobachten, dass die dafür zur Verfügung stehenden Budgets von Jahr zu Jahr leicht steigen. Mittlerweile investieren die befragten Unternehmen durchschnittlich 4,4 Prozent ihres Jahresumsatzes in Online-Werbung.

Damit macht das Online Marketing mittlerweile Platz zwei der Werbeausgaben der meisten Betriebe aus. Mit 36 Prozent liegen die Ausgaben für Messen und Events nur ein Prozent über den für Online-Werbung. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Plus von sechs Prozent. Von 960 befragten Marketing-Manager gehen die Meisten zudem davon aus, dass das Marketingbudget im nächsten Jahr den größten Posten für Werbeausgaben ausmachen wird.

Zahlreiche digitale Kanäle

Die Ausgaben für Online-Werbung verteilen sich auf diverse Kanäle. Neben der Erstellung einer Website oder eines Online-Shops, investieren die meisten mittelständischen Unternehmen in die Betreuung eigener Social Media-Auftritte auf zum Beispiel Facebook, Instagram, Twitter oder Pinterest. Aber auch der Bereich Content-Marketing sowie Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenwerbung sind neben Newsletter-Kampagnen die größten Kostenfaktoren. Viele Unternehmen lagern diese Arbeiten an externe Agenturen aus, die anderen nutzen eine sogenannte Inhouse-Lösung und greifen dann auf passende Dienste wie coco.one zurück, um die digitale Kommunikation mit den Kunden möglichst einfach zu gestalten. Solche Marketing-System vereinfachen normalerweise Agenturen und Freelancern die Arbeit, eignen sich aber auch hervorragend für Inhouse-Anwendungen.

Neben diesen klassischen Punkten nahm auch die sogenannte Display-Werbung im Vergleich zum Vorjahr leicht zu. Spezielle Mobile-Maßnahmen (wie zum Beispiels Apps) oder das Affiliate Marketing hingegen werden im Mittelstand eher seltener benutzt.

Zwar ist das Email-Marketing immer noch weit verbreitet (rund zwei Drittel der Befragten Unternehmen setzten noch auf eigene Newsletter), dennoch zeichnet sich ein Trend ab. Rund zehn Prozent gaben an, nicht länger auf Newsetter-Werbung zu setzen. Damit verliert das klassische Email-Marketing im Vergleich zum vergangenen Jahr leicht an Bedeutung.

Nahezu unverändert hingegen bleiben die Ausgaben für Print-Werbung. So nutzen fast drei Viertel der mittelständischen Unternehmen weiterhin ganz klassische PR-Maßnahmen und Fachbeiträge. Rund zwei Drittel setzen zudem auf eigene Broschüren, um ihre Produkte oder Dienstleistungen zu präsentieren.

Präzise Zielgruppenansprache und der Datenschutz sind die größten Herausforderungen

Die meisten der 160 befragten Unternehmen haben große Schwierigkeiten mit dem Datenschutz und den damit steigenden personellen Ressourcenbedarf. Auch der Umgang mit neuen Technologien, wie der Umgang mit Data Science und Predictive Analytics stellt viele mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen – vor allem da diese neuen Technologien wichtige Instrumente für eine möglichst zielgruppengenaue Kommunikation sowie für die Bereitstellung personalisierter Inhalte darstellen.

Die möglichst präzise Kundenkommunikation wird ohne eine gezielte Auswertung der Daten immer schwieriger, aber nur so lassen sich teure Streuverluste reduzieren. Daher ist eine Erfolgskotrolle entscheidend, jedoch setzen gerade einmal 64 Prozent der befragten Unternehmen auf diese Marketingmaßnahme. Fachleute wissen, dass bereits in den meisten Controllings der eigenen Aktivitäten bereits ein riesiges Optimierungsbedarf steckt. Dies und die Auswertung der sogenannten User Insights und der Kundendaten bilden einen der wichtigsten Pfeiler im Online Marketing. Die Studie zeigt jedoch, dass die verschiedenen Techniken nur in den wenigsten Unternehmen voll zum Einsatz kommen.

Warum Unternehmen immer noch nicht online werben

Die Studie zeigte auch, warum dies so ist: So schreckt der anfänglich hohe Investitionsbedarf viele Unternehmen ab. Sie sehen die Digitalisierung immer noch als Kosten, nicht als Investition in die Zukunft an. Ein weiterer Punkt sind fehlende Kenntnisse im digitalen Sektor und hohe Kosten durch zusätzliches Personal. Dabei vergessen jedoch viele Unternehmen, dass es für die digitale Kundenkommunikation auch externe Experten gibt. Im Wesentlichen sind dies die Gründe, warum sich in einigen mittelständischen Unternehmen die Digitalisierung und die Marketing-Automation nur langsam durchsetzt.

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