Von: Dennis L.
Neue Rechtschreibregel

In der deutschen Sprache gibt es jetzt ein großes Eszett

Bisher gab es in der deutschen Sprache nur ein kleines Eszett. Das scharfe S gibt es ab jetzt auch als Großbuchstabe, was vor allem bei Ausweisen und Pässen von Vorteil ist.

In der deutschen Sprache gibt es jetzt ein großes Eszett.
© Forschung und Wissen

Mannheim (Deutschland). Das Eszett existiert bereits seit einigen hundert Jahren und wird heute nur noch in Deutschland bzw. im Biederdeutschen verwendet. Selbst in der Schweiz und Lichtenstein sowie in den deutschsprachigen Regionen Belgiens, Dänemarks und Italiens findet das Eszett keine Verwendung. Bisher war das Eszett der einzige Buchstabe im Alphabet, welcher ausschließlich als Kleinbuchstabe, nicht aber als Großbuchstabe existierte – bis jetzt.

Das große Eszett

Optisch sieht das große Eszett wie eine Kombination aus dem bisherigen kleinem Eszett und einem B aus. Die Einführung des großen ß in der deutschen Sprache soll vor allem der korrekten Schreibweise von Eigennamen in Ausweisen und Pässen zu Gute kommen, wie der Rat für deutsche Rechtschreibung in Mannheim in seinem aktualisierten Regelwerk mitteilte.

So hatten beispielsweise Menschen mit dem Nachnamen Ußner wegen der Großschreibung in manchen Ausweisdokumenten ein Problem: Aus dem ß wurde ein Doppel-S. So blieb unklar, ob die entsprechende Person Ußner oder Ussner heißt.

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