Zur mobilen Website wechseln?

Ungeschützt in den Urlaub

Immer mehr Deutsche verzichten auf wichtigen Reiseschutz

Jedes Jahr zum Sommer bzw. Herbst fahren oder fliegen Millionen Deutsche in den Urlaub. Wie eine aktuelle Studie nun herausfand, verzichten dabei immer mehr Bundesbürger auf einen Reiseschutz. Dabei muss dieser nicht teuer sein und spart im Ernstfall viel Geld und Ärger.

München (Deutschland). Ein Urlaub zu Zweit oder mit der ganzen Familie kostet schnell einen vierstelligen Betrag. Eine Reiseschutzversicherung hingegen nur einen Bruchteil des Reisepreises. Trotzdem verzichten immer mehr Bundesbürger auf diesen wichtigen Schutz, der im Fall der Fälle viel Geld und Ärger spart, berichtet die Generali-Tochter Europ Assistance Gruppe in einer aktuellen Studie. Dabei muss ein guter und günstiger Reiseschutz gar nicht teuer sein. Ein verloreneren Koffer oder ein krankheitsbedingter Reiseabbruch kostet den Betroffenen in der Regel viel mehr.

Jedoch sinkt bei den Deutschen das Bedürfnis sich für die Urlaubsreise abzusichern. Lediglich bei Problemen mit der Unterkunft sowie bei Fahrzeugschäden im Ausland bleibt das Versicherungsbedürfnis mit je 62 Prozent unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Bei allen anderen Risiken, wie beispielsweise bei medizinischen Notfällen (rund 55 Prozent) oder bei Gepäckverlust (rund 50 Prozent), sinkt das Bedürfnis einer Absicherung durch eine spezielle Reiseversicherung. Im europäischen Vergleich fahren oder fliegen nur noch die Italiener, Portugiesen und Polen mit noch weniger Versicherungsschutz in den Urlaub.

Reisekrankenversicherung und eine Auslandsversicherung für das Auto sind am wichtigsten

Die Studie zeigt aber auch, welche Reiseversicherungen den Deutschen am wichtigsten sind. Demnach ist und bleibt die Reisekrankenversicherung und die Autoversicherung für das Ausland die wichtigste Reiseversicherung der Deutschen (jeweils 65 Prozent). Zum Vergleich: In den USA beträgt der prozentuale Anteil 70 Prozent, in Indien 75 Prozent und in China sogar 81 Prozent. Die Studie fand auch heraus, dass die Reiseversicherungen der Kreditkarten-Unternehmen nur wenig Vertrauen in der Bevölkerung genießen.

Politische Situation und soziale Unruhen als Teil des Versicherungsschutzes

Faktoren wie die politische Situation im Urlaubsland oder soziale Unruhen sowie Kriminalitätsstatistiken sind in den letzten Jahren hingegen ein Faktor geworden, über den sich viele Reisende Sorgen machen. „Die Menschen reagieren sehr sensibel auf politische Situationen. Das spüren wir als Reiseversicherer unmittelbar am Telefon oder anhand der Abrufe unserer Online-Reiseinformationen“, sagt der CEO von Europ Assistance Deutschland Peter Georgi. „Ich freue mich, dass die Befragung ein aktuell optimistischeres Bild zeigt. Trotzdem bleibt es für Versicherer ein Muss, den Terrorschutz als Standard mit in den Versicherungspaketen zu verankern.“

Auch wenn das Bedürfnis nach einer solchen Absicherung noch nicht groß ist, so steigt die Zahl der Interessenten kontinuierlich an. Demnach wünschen sich 42 Prozent einen Versicherungsschutz bei Terrorangriffen, 36 Prozent bei persönlichen Übergriffen, 30 Prozent bei instabilen politischen Situationen und rund 28 Prozent bei sozialen Unruhen im Urlaubsland.

Der Trend geht wieder zur Auslandsreise

Obwohl immer weniger Bundesbürger eine Reiseversicherung in Anspruch nehmen, geht der Trend wieder zur Auslandsreise. So waren es im vergangen Jahr noch 30 Prozent der Urlauber, die es während der Ferienzeit im eigenen Land gehalten hat. Heute fahren oder fliegen wieder drei Prozent mehr ins Ausland. Besonders beliebt sind dabei Griechenland, Österreich und Italien.

0 Kommentare

Schreib uns deine Meinung
Diese Seite ist geschützt durch reCAPTCHA und es gelten folgende Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen von Google.