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Von: Dennis L.
Schere zwischen Arm und Reich

Ein Prozent der Reichen besitzen bald mehr Geld als der Rest der Welt

Die Schere zwischen Arm und Reich klafft so weit auseinander wie noch nie zuvor. Bereits im Jahr 2016 wird der reichste Prozent der Weltbevölkerung mehr Geld besitzen als alle anderen Menschen auf der Welt zusammen.

Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander.
© W.J.Pilsak / wikipedia.org

Oxford (England). Die britische Entwicklungsorganisation Oxfam warnt, dass die Kluft zwischen Arm und Reich auf der Welt immer größer wird. Bereits im Jahr 2016 wird ein Prozent der Weltbevölkerung über die Hälfte des weltweiten Geldes besitzen. Oxfam warnt schon lange, dass das Ungleichgewicht in der Welt explodiert. So besaßen im Jahr 2009 bereits 44 Prozent des Weltvermögens. Im Jahr 2014 waren es schon 48 Prozent und dank Zinssystem und weiterer Gewinne auf Kosten anderer werden es im Jahr 2016 mehr als 50 Prozent sein.

Alarmierende Unterschiede in der Welt

In der Gruppe der Reichen besitzt jeder Erwachsener im Durchschnitt 2,3 Millionen Euro. Im Gegensatz dazu müssen rund eine Milliarde Menschen mit weniger als 1,10 Euro am Tag auskommen und rund jeder neunte Mensch auf der Erde muss hungern. Ganz am Ende dieser alarmierenden Statistik teilen sich 80 Prozent der gesamten Menschheit nur 5,5 Prozent des Weltvermögens.

Anders ausgedrückt, besitzen die 85 reichsten Menschen der Welt genauso viel Geld wie die 3,5 Milliarden der ärmsten Menschen. In Zahlen sind dies über 1,6 Billionen Euro.

Die Reichen werden immer reicher

Im Jahr 2010 gab es noch 388 Milliardäre auf der Welt. Heute – nur fünf Jahre später – sind es bereits 1.645 Milliardäre. Selbst in der Zeit der Finanzkrise, die viele Menschen hart getroffen hat und Millionen ihr Vermögen verloren haben, haben die 80 reichsten Menschen ein Plus von 518 Milliarden Euro gemacht.

Die Ungleichheit ist eine Gefahr für die Demokratie

Oxfam warnt: „Geht die Arm-Reich-Kluft weiter auseinander, drohen politische Probleme und Krisen. Wenn die Politik nur noch die Interessen wirtschaftlicher Eliten vertritt und sich die Menschen nicht mehr vertreten fühlen, ist das schlecht für die Demokratie“

Dabei gibt es laut Oxfam einfache Möglichkeiten diese Kluft zu bekämpfen:

  • Eine stärkere Besteuerung von Konzernen und Vermögen
  • Kostenlose öffentliche Dienstleistungen wie Bildung und Gesundheitsführsorge
  • Die Bekämpfung der Steuerflucht
  • Die Besteuerung von Kapital anstelle von Arbeit
  • Mindesteinkommen und faire Bezahlung
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