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Schlafforschung

Zu wenig Schlaf beeinflusst das Gehirn

Schlaf ist wichtig. Denn Schlafmangel hat negative Auswirkungen auf unseren Körper und ganz ohne ihn würden wir nach kurzer Zeit sterben. Doch warum ist das überhaupt so? Schließlich sind wir im Schlaf verwundbar und können weder essen noch einer Tätigkeit nachgehen. Trotzdem braucht der Mensch im Vergleich zu Tieren viel Schlaf. Neue Forschungsergebnisse zeigen jetzt, dass im Schlaf unser Gehirn von Giftstoffen gereinigt wird. Diese Entgiftung beugt unter anderem Alzheimer vor.

Rochester (U.S.A.). Im Schlaf regeneriert sich nicht nur unser Gehirn, sondern der ganze Körper. Das am Tag Erlebte wird verarbeitet und Erinnerungen werden gefestigt. Was aber genau beim Schlaf vonstatten geht, ist der Wissenschaft nach wie vor ein Rätsel. Auch die eigentliche Ursache für die Unerlässlichkeit des Schlafs ist bisher nicht geklärt.

Ein Team von Forschern um Lulu Xie von der University of Rochester hat jetzt eine Studie vorgestellt, die einen möglichen Erklärungsansatz liefert. Demnach ist Schlaf so wichtig, weil er dem Gehirn ermöglicht, sich besser von giftigen Stoffen zu reinigen. Die Studie erschien im Fachblatt Science.

Abtransport von molekularem Müll

Entgiftung erfolgt im Körper hauptsächlich über das Lymphsystem, doch darin ist das Gehirn nicht eingebunden. Es hat sein eigenes System, das die US-Forscher 2013 auf den Namen „glymphatisches System“ tauften. Dabei werden über das Hirnwasser Giftstoffe in den Blutkreislauf abtransportiert. Doch am Tag funktioniert das nur halb so gut, wie während des Schlafs. Die Biologen vermuten, dass das Hormon Noradrenalin dafür verantwortlich ist. Im Schlaf wird die Ausschüttung heruntergefahren, die Zellen schrumpfen und die Reinigung über das Hirnwasser wird begünstigt - so die Vermutung. Schlafstörungen behindern diese Reinigung entsprechend und gefährden auf lange Sicht die Gesundheit.

Es gibt verschiedene Mittel gegen Schlafstörungen, sowohl Medikamente, Naturpräparate als auch diverse Hausmittel. Wer Schlafmangel hat, sollte ausprobieren, auf welches Mittel der eigene Körper positiv reagiert oder gegebenenfalls einen Arzt besuchen.

Denn auf Dauer erhöht Schlafmangel das Risiko für Alzheimer und Schlaganfälle. Im Schlaf werden die schädlichen β-Amyloide erheblich schneller abgebaut, als im Wachzustand. Genau diese Proteine sammeln sich bei Alzheimer-Patienten überschüssig an.

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