Von: Dennis L.
Kein Placebo

Wissenschaftler belegen biologischen Effekt von Akupunktur

US-amerikanische Wissenschaftler weisen erstmals einen biologischen Effekt von Akupunktur im menschlichen Körper nach. Bisher gab es noch keine Belege dafür, dass die ostasiatische Heilkunst tatsächlich Reaktionen im Körper hervorruft.

Nachweis: Akupunktur erzeugt biologische Reaktionen.
© Matanya / wikipedia.org

Los Angeles (U.S.A.). Manche Menschen schwören auf sie, andere halten sie – wenn überhaupt – nur für Placebo. Aber nicht nur unter der Bevölkerung ist die Meinung über die Akupunktur umstritten, auch unter Wissenschaftler und Medizinern herrscht seit Jahren Uneinigkeit. Jetzt jedoch ist es Wissenschaftler von der University of California in Los Angeles gelungen, einen Nachweis auf eine biologische Reaktion im menschlichen Körper zu erbringen.

Das jahrtausendealte ostasiatische Heilverfahren der Akupunktur behauptet, dass durch das gezielte Setzen feiner Nadeln an bestimmten Punkten des Körpers eine therapeutische Wirkung erzielt wird. Bislang fehlten aber jegliche Belege – für den therapeutischen Effekt sowie für die Wirkungslosigkeit bzw. für einen Placebo-Effekt.

Akupunktur sorgt für die Bildung von Stickoxiden

Wie die Wissenschaftler um Sheng-Xing Ma und Paul C. Lee im Fachjournal Evidence-based Complementary and Alternative Medicine berichten, hat die korrekte traditionelle Anwendung der Akupunktur den Effekt, dass um den Einstichpunkt der Akupunkturnadeln der Körper damit beginnt, Stickoxide zu bilden. Die zum Großteil vom National Institute of Health finanzierte Studie ist damit der erste wissenschaftliche Beleg auf eine biologische Reaktion des Körpers bei der Akupunktur-Prozedur.

Die gebildeten Stickoxide erhöhen den Blutfluss und führen zur erhöhter Ausschüttung körpereigener Narkotika, die durch den Patienten als kühlend oder erwärmend empfunden werden. In den nächsten Schritten ihrer Arbeit wollen die Wissenschaftler die Freisetzung zugrundeliegenden zellulären Mechanismen durch die Akupunktur erforschen.

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