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Alternative Medizin

Wirkung der Schüssler Salze in empirischer Studie nachgewiesen

Kaum ein anderes alternativmedizinisches Präparat polarisiert derart wie die nach Dr. Wilhelm Heinrich Schüssler benannten und 1873 entdeckten Schüssler Salze. Dabei erleben die Salze seit einigen Jahren im Zuge der allgemeinen Abwendung vieler Menschen von der Schulmedizin eine Renaissance. Doch was ist dran an den geheimnisvollen Präparaten?

Bad Münstereifel (Deutschland). Bei Schüssler Salzen handelt es sich um Mineralsalze in Tablettenform, die nach dem Prinzip der Homöopathie potenziert und dann verarbeitet werden. Somit ist im Endprodukt nur noch ein verschwindend geringer Anteil der Ausgangssubstanz enthalten, die sogenannte Information - wie sie von Alternativmedizinern genannt wird.

Für die Schulmedizin ist diese These - gelinde gesagt - Humbug. Da die Ausgangssubstanz im fertigen Produkt praktisch nicht mehr nachweisbar ist, kann auch keine wissenschaftliche verwertbare Studie über die Wirksamkeit von Schüssler Salzen angefertigt werden.

Doch muss es immer die streng wissenschaftliche Untersuchung sein? Reicht es nicht aus, wenn nach der Einnahme eines Präparates die Mehrzahl der Probanden über eine Besserung ihrer Beschwerden berichten?

Die Heilpraktikerin Frau Elisabeth Metz-Melchior führte selbst eine empirische Studie über die Effektivität einer Behandlung mit Schüssler Salzen durch und kam zu interessanten Ergebnissen. In ihrer Naturheilpraxis machte Frau Metz-Melchior immer wieder die Erfahrung, dass Schüssler Salze eine wohltuende Wirkung sowohl auf den Körper als auch auf Geist und Seele des Patienten besitzen. Oftmals besserten sich Beschwerden schon nach sehr kurzer Zeit. So entstand der Reiz, diese Erfahrungen an einer größeren Gruppe von Patienten nachzuweisen. Im Rahmen der Studie wurden Personen ausgewählt, die entweder noch nie oder bereits für längere Zeit keine Schüssler Salze mehr eingenommen hatten. Alle Teilnehmer der Studie verpflichteten sich, die für sie ausgewählten Präparate für mindestens drei Monate genau nach Anweisung einzunehmen. Vor Beginn und nach Ablauf der Studie wurde der Gesundheitszustand durch eine Anamnese und diverse Untersuchungen dokumentiert. Insgesamt 53 Patienten nahmen an der Studie teil.

Die Ergebnisse der empirischen Studie von Heilpraktikerin Elisabeth Metz-Melchior

Insgesamt 42 Personen führten die Einnahme ihrer Präparate wie vereinbart durch. 11 Personen mussten aufgrund akuter anderer Beschwerden oder aus persönlichen Gründen die Studie abbrechen. Bevor wir zu den Detailergebnissen der Studie kommen, kann insgesamt festgestellt werden, dass die Gabe von Schüssler Salzen bei der überwiegenden Mehrheit der Probanden zu einer raschen Normalisierung im Ungleichgewicht befindlicher Körperfunktionen beiträgt und somit das allgemeine Wohlbefinden fördert.

Durch eine Haarmineralanalyse, die jeweils vor und nach der Studie durchgeführt wurde, zeigte sich, dass die Gabe von Schüssler Salzen den Abbau von Schwermetallen und Umweltgiften wie Blei, Quecksilber usw. beschleunigt. Schon nach den besagten drei Monaten konnten deutlich niedrigere Werte bei nahezu allen Teilnehmern festgestellt werden. Gleichzeitig zeigte sich, dass die Versorgung mit Mineralien und Spurenelementen im Körper durch die Schüssler Salze optimiert wird, was ebenfalls dazu beiträgt, unerwünschte Stoffe schneller aus dem Körper einzuleiten.

Insgesamt wurden bei allen Teilnehmern an der Studie 458 Einzelsymptome erfasst und ausgewertet. Dabei stellte sich heraus:

  • Bei 42 Symptomen hatten sich die Beschwerden nicht gebessert (9,17 %).
  • Bei 98 Symptomen hatten sich die Beschwerden gebessert (21,4 %).
  • Bei 124 Symptomen hatten sich die Beschwerden sehr deutlich gebessert (27,07 %).
  • Bei 109 Symptomen waren die Beschwerden weg (23,8 %).

Zusammenfassend kann daher gesagt werden: Bei ca. 90 % aller Symptome im Rahmen der hier durchgeführten Studie konnte eine Besserung oder sogar ein völliges Verschwinden durch die Gabe von Schüssler Salzen über einen Zeitraum von drei Monaten erreicht werden.

Fazit

Auch wenn die Schulmedizin die veröffentlichten Ergebnisse aufgrund der fehlenden wissenschaftlichen Begleitung nicht anerkennt, so zeigt die empirische Studie von Heilpraktikerin Elisabeth Metz-Melchior deutlich, dass Schüssler Salze beim Anwender eine Wirkung erzielen. Damit steht Frau Metz-Melchior übrigens nicht allein. Auch das Medizin Aktuell berichtet ausführlich über die positive Wirkung der Schüssler Salze bei unzähligen verschiedenen körperlichen, geistigen und seelischen Symptomen.

4 Kommentare

J.H.
Es geht nicht um „fehlende wissenschaftliche Begleitung“. Es fehlt an einfachsten wissenschaftlichen Standards:
- keine Kontrollgruppe, es werden also alle unspezifischen Effekte mit erfasst (Placebo-Effekt, natürlicher Krankheitsverlauf...)
- keine Definition der Symptome und der Kriterien, was „Besserung“ heißt. Mein Schnupfen ist nach spätestens 3 Monaten auch besser. Ganz ohne Therapie.
- Rechnen scheint auch nicht die Stärke von Frau Metz-Melchior zu sein. Ich komme auf 72,27%.
Fazit: die „Studie“ ist wertlos.
Ute Parsch
@J.H.
Darauf hatte ich in "Forschung und Wissen" schon in einer Lesermail vor drei Jahren, kurz nach Erscheinen des Artikels hingewiesen. Eine Antwort gab es genauso wenig wie eine Korrektur der unhaltbaren Behauptungen hier.

Schön, dass auch andere beim Zusammenzählen der Werte zu denselben Werten kommen, wie ich: Wir scheinen wohl verbohrterweise "Schulmathematik" zu benutzen und nicht "Alternativmathematik".

Nachtrag der Redaktion:
Wir haben die Inhalte der Untersuchung nur so widergegeben. Aber auch wir persönlich sehen die Wirkung der Schüssler Salze eher kritisch.
Lea Kindler
Es ist schon unglaublich wie sich das Gemein-Verständnis von "Wissenschaft und Empirie" trotz Aufklärung und besserer Allgemeinbildung nicht gross verändert hat. Ein Quacksalber steht auf dem Marktplatz und preist mit Hilfe von Schauspielern Zuckerwasser an und unsere Apotheken und Kassen unterstützen das teilweise sogar. Ich finde das wirklich unheimlich.

An die Redaktion: Mit dem Titel Ihres Artikels, sugerieren Sie sehr wohl, dass die Wirkung nach wissenschaftlichen Standards erwiesen sei. Besorgniserregend!
Nicole
So ein Quatsch.
31 Probanden (vermutlich auch noch alle aus dem Heilpraktiker-Umfeld)?
Ich bin entsetzt, dass das jemand ernst nimmt.
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