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Tiger-Woods-Syndrom

WHO erklärt Sexsucht zur psychischen Krankheit

Die Weltgesundheitsorganisation hat Sexsucht, also zwanghaftes Sexualverhalten, als psychische Erkrankung anerkannt und in ihren Katalog für Krankheiten aufgenommen.

Genf (Schweiz). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Sexsucht zwar nun offiziell als psychische Krankheit anerkannt, stellt die Sucht aber nicht auf eine Stufe mit Glücksspiel- oder Drogensucht. Es mangelt den zuständigen Experten der WHO noch an Beweisen, dass der Verlauf der Sucht bei dieser Erkrankung dem vom Alkohol, Nikotin oder Heroin gleicht.

Menschen die nach eigenen Angaben unter Sexsucht, die auch als Tiger-Woods-Syndrom bezeichnet wird, haben ein zwanghaftes Sexualverlangen. Einige dieser Menschen geben an, ihr sexuelles Verhalten nicht kontrollieren zu können und darunter stark zu leiden.

Durch die Aufnahme der Sexsucht in den Krankheitskatalog ergibt sich nun Handlungsbedarf für ärztliche Diagnosen sowie für Krankenkassen.

Sexsucht rechtfertigt keine Sexualverbrechen

Der WHO-Experte Geoffrey Reed glaubt jedoch nach aktuellen Stand der Wissenschaft nicht, dass zwanghaftes Sexualverhalten eine Entschuldigung für Sexualverbrechen ist. „Die offizielle Klassifizierung als Krankheit entschuldigt keinen sexuellen Missbrauch oder eine Vergewaltigung. In diesen Fällen wird eine klare Entscheidung getroffen, kriminell zu handeln.“

Jedoch ist es möglich, dass Sexsucht zu zwanghaften Fremdgehen führen kann. Da der Profi-Golfer Tiger Woods als einer der ersten Personen öffentlich angab sexsüchtig zu sein und im selben Zuge beichtete, seine Ehefrau mindestens mit 14 Frauen betrogen zu haben, bezeichnet man Sexsucht inoffiziell auch als Tiger-Woods-Syndrom.

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