Unfälle auf der Skipiste

So unterscheiden sich die Verletzungen von Skifahrer mit dem Alter

Dennis L.

Sobald die Skisaison startet, zieht es Millionen Menschen in die Skigebiete. Doch neben dem Spaß am Skifahren und Snowboarden fährt auch immer das Risiko eines Sturzes und den damit verbundenen Verletzungen mit. Eine US-Studie zeigt nun, wie sich die Verletzungen bei den Pistenfreunden mit dem Alter unterscheiden und wie man gerade Kinder besser vor schweren Verletzungen schützt.

New Orleans (U.S.A.). Sobald es in den Bergen schneit und die Skisaison eröffnet, zieht es Millionen Menschen auf die Skipisten dieser Welt. Von jung bis alt, ob Paar- oder Familienurlaub mit den Kleinen, sportliche Snowboardstunts mit Freunden oder ausgedehnte Fahrten mit dem Tourenski – bei allen fährt auch das Risiko eines Pistenunfalls mit. Eine aktuelle US-Studie hat nun die Art der Verletzungen nach Altersklassen untersucht und kann so gerade für Eltern wertvolle Tipps geben, wie sie ihren Nachwuchs beim Skifahren besser schützen.

Auch wenn sich normale Skifahrer, Snowboarder und Tourenfahrer alle auf Schnee fortbewegen, so gibt es bereits hier signifikante Unterschiede beim Verletzungsrisiko. Während Snowboardfahrer prozentual das höchste Verletzungsrisikotragen, so verletzen sich Fahrer der beliebten Tourenski verhältnismäßig wenig.

Kinder erleiden besonders häufig Kopfverletzungen

Leider sind gerissene Kreuzbänder oder gebrochene Knochen relativ häufig, aber neben diesen ganz klassischen Verletzungen auf der Skipiste, gibt es auch ganz typische Verletzungen in jeder Altersgruppe. So fanden US-Forscher heraus, dass gerade Kinder auffällig viele Kopfverletzungen beim Skifahren erleiden. Auf einem Kongress in New Orleans präsentierten Kinderärzte nun die Unfallauswertung.

Grundlage der wissenschaftlichen Daten waren insgesamt 845 hospitalisierte Skifahrer und Snowboarder. Die Forscher fanden bei ihrer Untersuchung heraus, dass über die Hälfte der verunfallten Kinder größere chirurgische Eingriffe benötigten. Auffällig war auch, dass Kinder im Primärschulalter deutlich mehr Verletzungen an den Gesichtsknochen oder dem Schädel erlitten, als Teenager oder erwachsene Skifahrer.

Jugendliche erleiden demnach aber erheblich mehr Verletzungen im Bauchraum. Riskante Sprünge mit dem Snowboard und höhere Geschwindigkeiten können laut Forschern eine Erklärung für die andersartigen Verletzungen sein. Hier untersucht aber derzeit eine Studie aus Österreich, deren Ergebnisse aber noch nicht vorliegen, welche Ursachen genau zu Pistenunfällen führen.

Brüche sind beim Skifahren immer noch am häufigsten

Knochenbrüche führen die Liste der klassischen Pistenverletzungen aber an. Erschreckend wird die prozentuale Verteilung der anderen Verletzungen beim Ski- und Snowboarden in nüchternen Zahlen deutlich:

  • 29 Prozent Brüche in den unteren Extremitäten
  • 23 Prozent Kopfverletzungen
  • 16 Prozent Verletzungen der Milz
  • 16 Prozent Brüche der oberen Extremitäten
  • 9 Prozent Schädelbruch
  • 7 Prozent andere Verletzungen

Die Zahlen zeigen deutlich, wie wichtig Schutzkleidung in Skigebieten ist. Gerade Kinder sollten laut Aussage der Forscher niemals ohne Helm fahren. Aber auch Jugendliche und Erwachsene kann ein Skihelm vor schwerwiegenden Kopfverletzungen schützen.

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