Klinische Studie

Paxlovid – Coronamedikament zeigt hohe Wirksamkeit

Robert Klatt

Das Kombinationspräparat Paxlovid reduziert bei Risikopatienten das Risiko eines Krankenhausaufenthalts und Todesfalls um 89 Prozent. Die Notfallzulassung soll in Kürze erfolgen.

New York (U.S.A.). Das Coronamedikament Paxlovid des US-amerikanischen Pharmaherstellers Pfizer kann laut einer klinischen Studie bei Hochrisikopatienten das Risiko eines Krankenhausaufenthalts und Todesfalls deutlich reduzieren (- 89 %), wenn es spätestens drei Tage nach den ersten Symptomen eingenommen wird.

An der klinischen Studie nahmen 2.250 Probanden teil. In der Kontrollgruppe, die statt des Medikaments Paxlovid lediglich ein Placebo erhielten, starben zwölf Probanden an Covid-19. In der Gruppe, die Paxlovid erhielt, kam es bei den Infizierten hingegen zu keinem Todesfall.

Antrag auf Notfallzulassung

Inzwischen hat das Unternehmen aufgrund der positiven Studienergebnisse bei der Food and Drug Administration (FDA) einen Antrag auf Notfallzulassung für das neue Medikament gestellt. Dieses wird als Kombinationspräparat verabreicht. Es besteht auf Nirmatrelvir, einer Tablette von Pfizer und dem antiviralen Mittel Ritonavir. Ritonavir wird unter anderem bereits zur Behandlung von HIV-Infektionen verwendet.

Wirksam auch bei Erwachsenen mit normalem Risiko

Derzeit führt Pfizer noch eine zweite klinische Studie mit Erwachsenen ohne Vorerkrankungen und besondere gesundheitliche Konditionen durch. Laut den vorläufigen Ergebnissen ist die Verabreichung von Paxlovid auch bei diesen Personen mit normalem Risiko sinnvoll. Das Risiko für Krankenhausaufenthalte sinkt demnach stark (- 70 %).

„Wir sprechen hier von einer unglaublichen Anzahl von geretteten Leben und verhinderten Krankenhausaufenthalten. Und natürlich können wir die Übertragung drastisch reduzieren, wenn wir dieses Mittel schnell nach der Infektion einsetzen“, erklärt Mikael Dolsten, Forschungsleiter bei Pfizer.

Die Notfallzulassung für Paxlovid erwarten Experten in Kürze. Die US-Regierung hat deshalb bereits zehn Millionen Behandlungseinheiten für mehr als fünf Milliarden Dollar bei Pfizer geordert.

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