Ideales Sehen

Neues biometrisches Messverfahren für perfekte Gleitsichtbrillen

Dennis L.

Die besten Gleitsichtgläser einer Brille bringen dem Träger nichts, wenn diese nicht absolut perfekt auf das Auge abgestimmt sind. Ein neuer biometrischer Scanner vermisst die Fehlsichtigkeit auf ein Hundertstel und ermöglicht so die perfekt Gleitsichtbrille.

München (Deutschland). Um stets scharf sehen zu können, wölbt sich die Augenlinse beim Fokussieren im Nahbereich (höhere Brechkraft) und entspannt sich wieder beim Blick in die Ferne (geringe Brechkraft). Doch bereits ab einem Alter von etwa 40 bis 45 Jahren lässt die Elastizität der Augenlinse nach und die Sehschärfe verschlechtert sich. Spätestens wenn man Probleme beim Lesen hat oder kleinere Objekte nicht mehr scharf sehen kann, sollte das Auge eine künstliche Unterstützung in Form einer Lese- oder einer Gleitsichtbrille erhalten.

Gleitsichtbrillen haben im Alltag einige Vorteile gegenüber anderen Brillen, denn sie können quasi für alle Entfernungen und in jeder Situation genutzt werden. Im Vergleich zu einer Lesebrille, die meist auf eine Entfernung von etwa 40 Zentimetern eingestellt ist, kann eine Gleitsichtbrille alle Sehbereiche abdecken – die Lesebrille schafft dies nur im Nahbereich.

Ein weiterer Vorteil von Gleitsichtgläsern ist, dass diese im oberen Teil des Glases auch eine Fehlsichtigkeit für den Fernbereich ausgleichen kann. Selbst mittlere Distanzen, wie beispielsweise der Abstand zwischen Auge und Computermonitor kann eine gute Gleitsichtbrille problemlos überbrücken. Damit muss der Träger nicht ständig seine Brille der Situation anpassen.

Bifokalbrillen sind längst überholt

Die sogenannten Bifokalbrillen können zwar auch einen Nah- und den Fernbereich abdecken, jedoch können diese veralteten Brillengläser keine Zwischendistanzen überbrücken. Im unteren Teil des Glases befindet sich ein gut sichtbares Fenster für den Nahbereich. Der Rest des Glases einer Bifokalbrille ist für den Fernbereich ausgelegt. Moderne Gleitsichtbrillen haben die Bifokalbrillen längst abgelöst – vor allem, weil sie praktischer sind und ästhetischer aussehen.

Der Weg zur perfekten Gleitsichtbrille

Eine Gleitsichtbrille ist nicht gleich Gleitsichtbrille. Damit die Brille später auch gut sitzt und das scharfe Sehen garantiert, steht an erster Stelle eine fundierte Vermessung der Augen sowie einer generellen Bedarfsanalyse des Trägers. Jeder Mensch stellt andere Anforderungen an seine Brille und eine gute Gleitsichtbrille soll all die Bedürfnisse des Trägers erfüllen können. Nur mit diesem Wissen lassen sich im Anschluss die Gleitsichtgläser individuell und perfekt abstimmen. Übrigens: Wer seine Brillengläser online in einem renommierten Fachgeschäft im Internetbestellt, muss dennoch nicht auf kompetente Beratung und einer exakten Abstimmung der Gläser verzichten. Gleitsichtbrillen können heute ebenso online, wie auch beim Optiker vor Ort gekauft werden.

Qualität hat ihren Preis

Wer im Alter wieder perfekt sehen möchte, kommt oftmals nicht um eine Gleitsichtbrille herum. Jedoch gibt es hier auch große Qualitätsunterschiede, die nicht sofort ersichtlich sind. So sind günstig produzierte Gleitsichtgläser von der Stange oft nicht ideal auf die Sehaufgaben und die individuelle Tragesituation abgestimmt.

  • Lange Eingewöhnungszeiten,
  • eine nicht optimale Sicht,
  • Müdigkeit,
  • Kopfschmerzen,
  • und sogar Sehstörungen

können die Folge von qualitativ minderwertigen Gleitsichtgläsern sein. Beim Kauf sollte daher ruhig auf Markenprodukte geachtet und nicht am falschen Ende gespart werden.

Biometrische Gleitsichtgläser für den perfekten Blick

Nachdem die generellen Vorteile und Qualitätsunterschiede von Gleitsichtbrillen erläutert sind, liegt der Fokus auf der Vermessung der Augen. Dies ist definitiv eines der wichtigsten Schritte beim Anfertigen der Gleitsichtgläser, denn war die Messung falsch oder ungenau, kann auch die spätere Brille kein ideales Sehen ermöglichen.

Neben der subjektiven Abstimmung der Gläser kann nun ein spezieller Scanner die Brillenabstimmung perfektionieren. Der neue biometrische Augenscanner kann die Fehlsichtigkeit auf das Hundertstel exakt bestimmen und sammelt weitere Daten über die Anatomie des Auges, wie beispielsweise die Länge des Augapfels. Diese Informationen fließen bei der Berechnung der Gleitsichtgläser mit ein und sorgen anschließend dafür, dass betrachtete Objekte exakt auf die Netzhaut projiziert werden können. Mit Hilfe der biometrischen Gleitsichtgläser entsteht für den Träger ein natürlicher Seheindruck, ein verbessertes Kontrast- und Farbsehen, größtmöglicher Sichtbereich sowie ein verbessertes Sehen in der Dämmerung und in der Dunkelheit.

Erste Versuche mit biometrischen Gleitsichtgläsern sind sehr positiv und eine Unverträglichkeit ist äußerst selten. Der Wohlfühleffekt tritt mit diesen Brillengläsern tritt entweder sofort nach dem Aufsetzen oder binnen weniger Stunden ein. Eine Studie, welche die Zufriedenheit der Träger der biometrischen Gleitsichtgläser ermittelte, stellte fest, dass von 283 Probanden ganze 88 Prozent angaben, einen größeren Sehkomfort mit der biometrischen Gleitsichtbrille zu besitzen als mit ihrer alten Brille. Zudem gaben 92 Prozent der Personen an, schärfer sehen zu können. 84 Prozent nahmen auch Kontraste besser wahr.

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