BNT162b2

mRNA-Impfstoff schützt Jugendliche zu 100 % vor Covid-19

Robert Klatt

Der Biontech mRNA-Impfstoff BNT162b2 kann bei Jugendlichen bis zu vier Monate symptomatische Covid-19-Fälle vollständig verhindern. Sicherheitsprobleme und schwere Nebenwirkungen traten in der zulassungsrelevanten Phase-3-Studie nicht auf.

Mainz (Deutschland). Laut einer Studie Biontech schützt der mRNA-Impfstoff BNT162b2 des Unternehmens Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren bis zu vier Monate zu 100 Prozent vor Covid-19. Sicherheitsprobleme und schwere Nebenwirkungen wurden laut Angaben des Herstellers in der zulassungsrelevanten Phase-3-Studie nicht beobachtet.

Die Probanden erhielten in der placebokontrollierten Studie zwei intramuskuläre Injektionen mit der auch bei Erwachsenen verwendeten Dosierung  von 30 µg mRMA im Abstand von drei Wochen. Im Zeitraum von sieben Tagen bis über vier Monate nach der zweiten Dosis kam es bei keinem der 1.131 Probanden aus der Impfstoffgruppe zu einem symptomatischen Covid-19-Fall. In der Placebogruppe mit 1.129 Probanden gab es hingegen 30 symptomatische Covid-19-Fälle.

Schutzwirkung von 100 Prozent

Die Daten zeigen somit eine Schutzwirkung von 100 Prozent (95-%-Konfidenzintervall). In der Nachbeobachtungszeit von mindestens sechs Monaten kam es bei keinem Probanden zu Sicherheitsproblemen. Das Nebenwirkungsprofil bei den Jugendlichen entspricht laut Biontech im Allgemeinen den bereits bekannten Sicherheitsdaten des Impfstoffs.

Nebenwirkungen bei vielen Probanden

Ein Großteil der jugendlichen Probanden (über 80 %) berichtete von Schmerzen an der Injektionsstelle. Häufige Nebenwirkungen waren außerdem Müdigkeit (über 50 %), Kopfschmerzen (über 30 %) und eine Rötung und Schwellung an der Injektionsstelle (über 20 %). Die Nebenwirkungen traten somit nicht häufiger als bei Geimpften im Alter von über 16 Jahren auf, obwohl zuvor angenommen wurde, dass die Häufigkeit der Nebenwirkungen im höheren Alter abnimmt.

Keine Herzmuskelentzündungen

Myokarditiden (Herzmuskelentzündungen) traten bei den Probanden nicht auf. Aufgrund der relativ kleinen Teilnehmerzahl warn diese seltenen Komplikationen von mRNA-Impfstoffen auch nicht zu erwarten.

Biontech hat der US-Arzneimittelbehörde FDA die Studienergebnisse zur Zulassung eingereicht. In den kommenden Wochen sollen auch weitere Zulassungsbehörden die Daten erhalten.

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