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Unterschiede

Männer und Frauen sehen Farben und Details anders

Eine neue amerikanische Studie der City University of New York belegt, dass Männer und Frauen unterschiedlich Details und Farben wahrnehmen.

New York (USA). Das die Verarbeitung durch die über das Auge aufgenommenen Information bei Männern und Frauen im Gehirn unterschiedlich funktioniert, belegt das Forscherteam um Israel Abramov von der City University of New York. Männer können dem zur Folge Details wesentlich schärfer erkennen und Frauen feinere Farbunterschiede wahrnehmen. Grund dafür ist vermutlich das männliche Hormon Testosteron, welches bereits nachweisbar die Entwicklung der Nerven in der embryonalen Phase beeinflusst. Aus anderen Studien ist bereits bekannt, dass die Neuronen des menschlichen Sehzentrums zahlreiche Erkennungsstellen für das männliche Hormon Testosteron aufweisen. Dadurch entstehen bereits im Mutterleib geschlechtsspezifische Unterschiede.

Frauen besitzen im Durchschnitt 20 Prozent weniger Neuronen im Sehzentrum als Männer. Bisher war unklar, welche Auswirkungen dieser Unterschied auf das Sehzentrum hat. Das Experiment von Abramov und seinen Kollegen schafft nun Klarheit und legt offen, dass Männer Details besser und schneller erkennen und Frauen im Gegenzug wesentlich feinere Farbunterschiede wahrnehmen können.

Für die Studie wurden 58 männliche und 58 weibliche Probanden verschiedenen Tests unterzogen. Jeder der Probanden musste über eine volle Sehkraft verfügen um einheitliche Ergebnisse für die Studie zu erhalten. Ein Teil der Untersuchung bestand aus speziellen Sehtests am Monitor. Eine der Aufgaben bestand darin, feinste Farbabstufungen wahrnehmen zu können. Für den Detailtest testeten die Wissenschaftler, mit Hilfe von feinen schwarzen und weißen Balken, wie schnell und genau Details erkennbar sind. Diese wurden mit unterschiedlichen Frequenzen dargestellt, so das ein Flackern erzeugt wurde. Zudem kam es durch Kontrastveränderungen im Zusammenspiel mit unterschiedlich eingestellten Frequenzen zu optischen Täuschungen, welche die Balken einmal horizontal und einmal vertikal darstellten.

Die Ergebnisse dieser Studie ergaben, dass Männer trotz einiger Störquellen Details besser sehen können als Frauen. Sehr starkes Flackern beeinflusste die Männer ebenfalls weniger in der Detailwahrnehmung als Frauen. Bei der Farbwahrnehmung war das Ergebnis umgekehrt. Hier konnten Frauen feine Farbdetails besser auseinanderhalten als Männer.

Warum es diese Unterschiede aus evolutionsbiologischer Sicht gibt und welchen Sinn sie haben, ist bis heute noch unklar. Die Forscher vermuten aber einen Zusammenhang mit der Steinzeit. Hier lebten die Menschen sehr lange als Jäger und Sammler und mussten sich wesentlich öfter auf Ihre Sinne verlassen als heute.

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