Wichtiger Schritt

Impfstoff: Wissenschaftler haben Corona entschlüsselt

von Dennis L.

Derzeit hält das Corona-Virus die Welt in Atem. Wissenschaftler auf der ganzen Welt suchen fieberhaft nach einem Heilmittel und einem wirksamen Impfstoff. Nun ist kanadischen Wissenschaftlern ein wichtiger Durchbruch auf der Suche nach einem Impfstoff gelungen.

Toronto (Kanada). Täglich werden hunderte, wenn nicht tausende Menschen auf der ganzen Welt mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert, welchen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kürzlich erst zur Pandemie erklärt hat. Noch gibt es keine Medikamente gegen Corona oder einen wirksamen Impfstoff gegen den Virus. Dennoch arbeiten Wissenschaftler aus fast allen Ländern der Welt fieberhaft an einem Heilmittel. Experten schätzen, dass ein Impfstoff frühestens gegen Ende 2020, Anfang 2021 verfügbar sein wird.

Kanadischen Wissenschaftlern ist jetzt jedoch ein enorm wichtiger Durchbruch bei der Herstellung eines Impfstoffes gegen Corona gelungen. Sie konnten das SARS-CoV-2 Virus, dass die krankmachenden Eigenschaften von Covid-19 trägt, im Labor isolieren und einen Klon züchten. Mit dieser Viruskopie können nun Impfstoffe, Medikamente und andere Behandlungsmethoden kontrolliert getestet werden.

Labore überall auf der Welt können das Virus züchten

Besonders ist, dass der Corona-Klon im Labor relativ einfach gezüchtet werden kann. So kann nun in Laboren auf der ganzen Welt an SARS-CoV-2 geforscht werden. Die Proben, aus denen die kanadischen Wissenschaftler den Klon züchten konnten, gewannen sie von zwei positiv getesteten kanadischen Patienten.

Aber auch wenn das Corona-Virus nun entschlüsselt ist, wird die Entwicklung eines Impfstoffes noch einige Zeit dauern. Den Grund dafür hat das Robert Koch Institut in einer seiner Live-Übertragungen einfach und gut erklärt: Ein Impfstoff muss einfach ausreichend getestet sein, damit dieser den Menschen später nicht schadet. Zwar werden weltweit bürokratischen Hürden gesenkt, um die Tests zu beschleunigen, es braucht aber trotzdem einfach seine Zeit.

Erste Tests mit Corona-Medikamenten

Zudem laufen derzeit bereits Tests mit verschiedenen Medikamenten, unter anderem mit bereits bekannten Mitteln gegen HIV und Ebola, um Corona schnell behandeln zu können. Auch das Robert Koch Institut startet in Kürze drei neue Medikamenten-Studien auf der Suche nach einem Heilmittel gegen Corona, von denen eine besonders vielversprechend sei, so ein Sprecher des Robert Koch Instituts.

15 Kommentare

Daniel
So schlimm die Corona-Pandemie auch ist, ich finde es faszinierend, wie schnell doch auf einmal alle Nationen zusammenarbeiten können. Alles, alles Gute für die tausenden Erkrankten. Hoffentlich bringt die Erkenntnis wirklich schnell einen Corona-Impfstoff hervor.
Stephan
Doch die Corona-Pandemie ist mehr als schlimm. Wer das Gegenteil behauptet kann nur unter 50 Jahre alt sein und nicht zu einer Risikogruppe gehören. Findet sich nicht schnell ein Gegenmittel oder ein Impfstoff, werden viele Millionen Menschen sterben. Etwas mehr Empathie wäre wünschenswert.
manfred juengling
A good step, congrats!
Harald Bruhn
Wuenschwert wäre doch etwas zur Povilaxe (Vitamine , Ernährung) zu sagen ausser Vermeidung von Händeschütteln und
Händeswaschen und Sozialer Abstinenz zu berichten. Vieles was uns auf der Pandemieschulung beigebracht wurde anlässlich der damaligen Vogelgrippe ist nun eingetreten. Das war mir aber schon Mitte Januar klar (warum werden Millionen einkassiert nur zum Spass?). Was ich nicht erwartet hätte das so gut wie keine Bevorratung der einfachsten medizinischen Materialien dann stattfand. Damals wurde uns berichtet es lägen Notfallpläne vor und eine genaue Bevorratung wäre schon lange durchgeführt. Leider hat sich damals der Vorrat an Tamiflu als Luftnummer ergeben. Wirkt ja auch nur gegen Grippe. Ein besonderer Knaller...
Wir haben seit 12 Jahren Videokonferenzen und da müssen die Minister sich in Rom oder Brüssel treffen um die mögliche Verbreitung und Resourcenverschwendung noch zu vergrössern. Eitelkeit lässt grüssen. Ich wünsche allen Forschern und dem betroffenen Menschen viel Glück und die notwendige Unterstützung die benötigt wird.
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