Wohlbefinden

Aquarien tun dem Körper und der Seele gut

Dennis L.

Forscher haben untersucht, warum sich so viele Menschen von Aquarien angezogen fühlen und oft minutenlang davor verharren. Demnach entspannen wir bei dem Anblick einer bunten Unterwasserwelt und tun unserem Körper und unserer Seele etwas Gutes.

Plymouth (England). Beobachtet man die direkte Umgebung von öffentlichen Aquarien, so stellt man schnell fest, dass viele Menschen sich die Zeit nehmen um stehenzubleiben, kurz innehalten und die schöne Unterwasserwelt betrachten. Aber warum ist das so? Warum geht von einem bunten, mit Fischen besetzen Aquarium eine solche Faszination aus? Forscher haben dies in einer Studie untersucht und festgestellt, dass schöne Unterwasserlandschaften dem Körper und der Seele gut tun und wir deswegen instinktiv beim Anblick eines Aquariums kurz verharren und entspannen.

Wissenschaftler der britischen Universitäten Exeter und Plymouth sowie der US-amerikanischen California Academy of Sciences und dem britischen National Marine Aquarium haben dieses Phänomen gemeinsam untersucht und schreiben den Effekt dem Bedürfnis nach Anspannung zu.

Aquarium ist nicht gleich Aquarium

Die Tatsache, dass das 14 Meter lange und sechs Meter hohe National Marine Aquarium in Plymouth ganz neu bestückt werden sollte, spielte den Forschern für ihre Studie in die Hände. So konnten sie genau analysieren, welche Veränderungen im Aquarium welche Auswirkungen auf die Personen in der Nähe hatten.

Zu Beginn wurde untersucht, wie lange 112 zufällig ausgewählte Personen das Aquarium beobachteten. Dies wurde einmal gemacht, als das Aquarium nur mir Algen und Meerwasser bestückt war, dann einmal, als die ersten Fische eingesetzt wurden und schließlich am Ende, als das Aquarium mit insgesamt 24 verschiedenen Fischarten sowie mit anderen Meerestieren bestückt wurde.

Fische gucken unter medizinischer Überwachung

Der zweite Teil der Studie bestand darin, dass die Forscher 84 Probanden in den jeweiligen Aquarienphasen beim Betrachten der Unterwasserlandschaft medizinisch überwachten. Dazu wurde der Blutdruck und die Herzfrequenz gemessen sowie die subjektive Stimmung der Probanden festgehalten. Es stellte sich dabei heraus, dass erwartungsgemäß das voll bestückte Aquarium die Menschen am längsten motivierte, das Geschehen unter Wasser zu beobachten.

Die Forscher konnten zudem feststellen, dass die Entspannung zunahm, je mehr Fische in dem Aquarium schwammen. Der Blutdruck und die Herzfrequenz sanken und die Probanden berichteten von einer steigenden empfundenen Entspannung sowie eine guten Grundstimmung. Nach Auswertung aller Daten konnten die Forscher sagen, dass sich die positiven Effekte bereits nach etwa fünf Minuten einstellten.

Wie die Forscher im Environment and Behavior berichten, folgern sie aus ihrer Studie, dass Aquarien für das seelische Wohlbefinden eine wichtige Rolle spielen und die Gesundheit fördern können.

Schöne Aquarium in der eigenen Wohnung

Dieser Effekt gilt natürlich nicht nur für das National Marine Aquarium in Plymouth, sondern für alle Aquarien - ob im Zoo, in der Tierhandlung, im Büro oder im heimischen Wohnzimmer. Voraussetzung ist nur, dass die Glasscheiben im Aquarium frei von Algen, das Wasser stets sauber, die Aquarienpflanzen gesund sind und es schön beleuchtet sowie mit mehreren bunten Fischarten besetzt ist.

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