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Gesteinsanalyse belegt

Mallorca ist ein Stück Deutschland

Die spanische Insel im Mittelmeer, die jedes Jahr von Millionen Touristen besucht wird, ist der Schwäbischen Alb ähnlicher als der erste Blick vermuten lässt. Geologen haben Gesteinsanalysen vorgenommen und eine erstaunliche Ähnlichkeit zu den Gesteinsschichten in Süddeutschland feststellen können.

Mallorca ist die größte der balearischen Inseln und bildet mit den Nachbarinseln eine autonome Region innerhalb des spanischen Staates. In Deutschland wird Mallorca, durch den hohen Anteil deutscher Zuwanderer und Touristen, oft scherzhaft als siebtzehntes Bundesland der Bunderepublik Deutschland bezeichnet. Auch wenn dies natürlich nicht der Wahrheit entspricht, ist die geografische Zugehörigkeit gar nicht so abwegig, wie deutsche Geologen jetzt herausgefunden haben.

Zwischen traumhaften Villen, fantastischen Hotelanlagen und zauberhaften kleineren Dörfern erstreckt sich die Serra de Tramuntana-Gebirgskette. Wie das Fachportal ImmobilienMallorca.com berichtet, haben deutsche Geologen Gesteinsproben am höchsten Berg Mallorcas, dem 1.445 Meter hohen Puig Major de Son Torrella, entnommen und analysiert.

Mallorca ähnelt der Schwäbischen Alb

Wie die Geologen Monika Huch und Franz Tessensohn erklären, ist Mallorca und die anderen Inseln der Balearen-Gruppe vor etwa 100 Millionen Jahre entstanden. Geografisch gehört Mallorca eigentlich zu dem andalusischen Faltengebirge. Im Laufe der Zeit trennte sich Mallorca durch tektonische Bewegungen vom Festland und driftete immer weiter ins Mittelmeer ab.

Überraschend ist jedoch, dass sich die Gesteinsschichten des Puig Major kaum von denen der Schwäbischen Alb unterscheiden. Die Gesteinsschichten stammen aus der sogenannten germanischen Triasabfolge und zeichnen sich unter anderem durch Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper aus.

Der einzige Unterschied zu den Gesteinsschichten in Süddeutschland besteht darin, dass auf Mallorca zusätzliche Vulkanite Schichten zu finden sind. Wie die Geologen berichten, sind die Bundsandsteinablagerungen im Nordwesten der Insel kaum zu übersehen. An größeren Feldvorsprüngen sieht man, wie der Bundsandstein in grau-weiße Formationen aus Tonen, Mergeln und Kalkbänken übergeht. Zwischen diesen Gesteinsschichten liegen viele Millionen Jahre, so Tessensohn. Der Bundsandstein stammt aus der Trias, die darauf folgenden Gesteinsschichten aus dem Teritär. Das ältere Schichten direkt neben jüngeren Schichten liegen oder sogar vertauscht sind, kommt nicht an vielen Stellen der Erde vor. Da sich im Mittelmeer die afrikanische Platte unter die eurasische Platte schiebt, kommt es auf Mallorca und den Nachbarinseln zu diesem seltenen Phänomen.

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