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Neue Erkenntnis

Väterliche Mitochondrien-DNA wird doch weitervererbt

Forscher fanden heraus, dass unter bestimmten Umständen auch die väterliche Mitochondrien-DNA weitervererbt wird.

Ohio (U.S.A.). Bisher stand in den Lehrbüchern der Biologie, dass nur die mütterliche Mitochondrien-DNA weitervererbt wird. Wie sich nun zeigt, war diese Annahme falsch. Die Mitochondrien-DNA ist quasi das Kraftwerk einer Zelle. Neben der eigentlichen Zelle besitzen auch die Mitochondrien kleine Mengen an Erbgut. Während die sogenannte Kern-DNA Erbmaterial zu gleichen Teilen von Mutter und Vater besitzt, so war der bisherige Wissensstand, dass die Mitochondrien-DNA ausschließlich von der Mutter weitervererbt wird. Wie sich jetzt herausstellte, war dieses Wissen falsch.

Taosheng Huang vom Cincinnati Children‘s Hospital Medical Center in Ohio und seine Kollegen haben in ihrer Studie nachweisen können, dass unter bestimmten Umständen auch die väterliche Mitochondrien-DNA weitervererbt wird. Wie die Forscher im Fachmagazin Pnas berichten, haben sie mit mehreren unterschiedlichen Methoden feststellen können, dass es von Zeit zu Zeit auch die väterliche DNA in die mütterliche Eizelle schafft.

Erst am Anfang der Forschung

Bisher konnte jedoch noch nicht geklärt werden, welche molekularen Mechanismen dafür verantwortlich sind. Die Forscher vermuten, dass bei den festgestellten Einzelfällen eventuell jene Erbinformationen ausgeschaltet wurden, die im Normalfall auch dafür sorgen, dass die väterliche DNA der Mitochondrien nach der Befruchtung aus der Eizelle entsorgt wird.

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