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Neue Zählung

Bestand der Amurleoparden umfasst nur 84 Tiere

Auch wenn Forscher nur 84 Amurleoparden gezählt haben, so steht diese Zahl jedoch für eine deutliche Verbesserung der kleinen Population im asiatischen Raum.

Wladiwostok (Russland). Der Amurleopard ist eine Unterart des Leoparden, welche dank des dichteren Fells sehr gut mit der regionalen Kälte am nordöstlichen Rand seines einstigen riesigen Verbreitungsgebiets zurechtkommt. Amurleoparden (Panthera orientalis) sind die seltenste Unterart von Leoparden und bereits seit Jahrzehnten vom Aussterben bedroht. Die letzten wildlebenden Tiere dieser besonderen Art findet man heute in einem kleinen Rückzugsgebiet zwischen Russland, China und Nordkorea.

Kamerafallen helfen beim Zählen der Leoparden

Um herauszufinden, wie groß der Bestand der Amurleoparden heutzutage ist, hat ein internationales Team von Zoologen aus Russland, China und den USA Kamerafallen zur Hilfe bei der Zählung genommen. Nach der Auswertung der Bilder zählten die Zoologen 84 Amurleoparden. Das sind extrem wenig Tiere, doch eine riesige prozentuale Verbesserung gegenüber einer Zählung von vor etwa zehn Jahren. Damals zählten Forscher lediglich 30 Tiere.

Es muss jedoch gesagt werden, dass die ältere Bestandserfassung der Amurleoparden vor allem auf Pfotenspuren im Schnee gestützt war – nicht die zuverlässigste Methode. Die neuen Kamerafallen ermöglichen es den Zoologen, die Tiere anhand der individuellen Fleckenmuster zu identifizieren und so Doppelzählungen zu vermeiden. Die Fotos der Leoparden belegen im Übrigen noch, dass die Forscher nicht die einzigen sind, die international agieren, da etwa ein Drittel der Amurleoparden auf beiden Seiten der russisch-chinesischen Grenze beobachtet werden konnten.

Amurleoparden brauchen mehr Lebensraum

Die Forscher werten den Grenzüberschritt nach China, wo sie zuletzt bereits ausgestorben waren, als Kolonisierungsprozess. Offenbar hat der russische Teil des Verbreitungsgebietes wieder das Maximum der Bestandsdichte erreicht. Auf der Suche nach neuen Revieren treibt es die Leoparden wieder zurück nach China, wie die Zoologen im Fachmagazin Conservation Letters berichten.

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