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Unbekannte Arten

Arten aus der Tiefsee geben Forschern Rätsel auf

Unbekannte pilzförmige Tiere aus der Tiefsee lassen sich keiner Art zuordnen. Auch DNA-Analysen sind nicht möglich. Die Forscher stehen vor einem Rätsel.

Kopenhagen (Dänemark). Forscher und Biologen stehen derzeit vor einem Rätsel. Im Jahr 1996 hatten Forscher vor der australischen Küste Proben vom Meeresboden aus 400 bis 1.000 Metern Tiefe genommen und dabei zahlreiche Tiere und Pflanzen mit an die Oberfläche gebracht. Da nicht alle Proben sofort bestimmt werden konnten, wurden diese nur grob vorsortiert, in Formalin konserviert und im Museum Victoria in Melbourne eingelagert.

Erst nach und nach arbeiteten sich die Biologen um Jean Just durch die archivierten Proben. Erst heute, gut 18 Jahre nach der Bergung, stießen Biologen dabei auf zwei besonders rätselhafte Tiere. Die zwei pilzförmigen Wesen sind nur wenige Millimeter groß und lebten vermutlich am Boden, da ihr Körperbau nicht eigenständig zum Schwimmen taugt. Wie sich diese Tiere also fortbewegt haben, bleibt ein Rätsel. Viel merkwürdiger ist aber, dass den Biologen keine Art bekannt ist, denen man die Dendrogramma enigmatica und Dendrogramma discoides getauften Tiere zuordnen kann.

Die mysteriösen Tiere aus der Tiefsee ähneln zwar sehr einer bekannten Art, diese zählt aber zu den Ur-Mehrzellern und ist bereits vor über 500 Millionen Jahre ausgestorben. Ob die pilzartigen Wesen mit diesen verwandt sind, lässt sich allerdings nicht mehr klären, da durch das verwendete Formalin keine DAN-Analysen mehr möglich sind.

Beschreibung der kleinen Tiere aus der Tiefsee

Die Biologen beschreiben die kleinen Tiere wie folgt: Es sind definitiv Mehrzeller. Sie besitzen einen zylindrischen Stiel und einer darauf sitzenden rundlichen Scheibe. Am unteren Ende des Stiels besitzen die unbekannten Tiere in einer eingesenkten Spalte einen Mund. Der Mund endet in einer kleinen Röhre, welche sich in der Scheibe aufgabelt. Die Tiere besitzen also einen sehr einfachen Verdauungsapparat. Des Weiteren wird die äußere und innere Zellwand durch ein gelartiges Material geschützt.

Systematische Zuordnung bleibt offen

Bis heute haben die Biologen keinen Schimmer, zu welcher Tiergruppe sie die zwei Neuentdeckungen einordnen sollen. Die pilzähnliche Form und die fehlende Bilateralsymmetrie sprechen nach Ansicht der Forscher dafür, dass es sich um primitive Mehrzeller handelt. Es gibt zudem Ähnlichkeiten mit Nesseltieren und Rippenquallen. "Aber zurzeit gibt es keine Merkmale, die sie eindeutig einer dieser beiden Gruppen oder ihrem verwandtschaftlichen Umfeld zuordnen", berichten die Wissenschaftler.

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