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Rätselhaften Phänomen

Schwarzes Loch sendet monströse Blitze aus

Kosmisches Mysterium Schwarzes Loch. Internationale Forscher haben mit Weltraumteleskopen ein Phänomen beobachtet. Aus dem Zentrum eines Schwarzen Lochs stieß ein Blitz heraus. Das Spektakel dauerte fünf Minuten. Die Forscher sprechen bei diesem Geschehen von Jets, das sind hochenergetische Plasmastrahlen. Solche Ereignisse sind insofern beachtlich, weil aufgrund der starken Gravitation innerhalb des astronomischen Objekts eigentlich kein Licht nach außen dringen kann.

La Palma (Kanaren-Spanien). Bereits vor zwei Jahren beobachteten Astronomen ein Phänomen in der 260 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie IC 310. Innerhalb dieser Galaxie befindet sich ein Schwarzes Loch mit einer Masse von einer Milliarde Sonnen und einer Größe von 450 Millionen Kilometern. Schon damals konnte ein hochenergetischer Blitz beobachtet werden, der wie eine flammende Säule aus dem Zentrum des Schwarzen Lochs herausragte. Eigentlich ist die Gravitation durch Rotation so stark, dass eine solche Möglichkeit der Lichtfluktuation nicht möglich ist. Diese Blitze können eine Länge von bis zu 100.000 Lichtjahren haben.

Galaxie IP 310 entspricht nicht den gängigen Erkenntnissen

Auf der spanischen Insel La Palma befinden sich die beiden Magic Teleskope. Dort konnten mehrere internationale Wissenschaftler am 12. November eine helle Entladung beobachten - diese Blitze werden Jets genannt, eine noch genauere Bezeichnung erhalten diese Plasmaentladungen, wenn diese in Richtung Erde gerichtet sind - Blazare. Im Fall von Galaxie IC 310 ist diese Voraussetzung nicht vorhanden, da der Winkel bis zu 20 Grad von der Erde abweicht. Eine weitere Diskrepanz hinsichtlich bestehender Annahmen war die Tatsache, dass die Entladung und die Lichtstärke in gewissen Zeitabständen schwankten. Bisher hieß es, dass die Lichtblitze durch die Rotation des Schwarzen Lochs entstehen und auch gleichbleibend stark strahlen.

Plasmaentladungen geschehen ähnlich wie Gewitter

Die nun erstellten Aufzeichnungen geben den Anlass die bisherigen Theorien zu überarbeiten. Die Strahlungsausbrüche können durch elektrisch geladene Felder entstehen. Die Forscher, darunter auch Schweizer Wissenschaftler des ETH-Zürich und der Genfer Universität geben hier eine Herleitung zu der Entstehung von Gewittern. Ähnlich wie hier auf der Erde entladen sich auch dort aufgeladene Teilchen, allerdings ist die Beschleunigung dieser Teilchen sehr viel größer. Die Schweizer Astronomen beziehen sich hier auf den Teilchenbeschleuniger am Cern in Genf. Die Energieentladung muss enorm stark sein, wenn man bedenkt, dass ein Schwarzes Loch alles, darunter auch Licht in sich einsaugt.

Solche Beobachtungen wie auf La Palma sind aufgrund der großen Entfernung Schwarzer Löcher sehr selten. Umso wichtiger ist die Bedeutung der Beobachtung des Jets aus IC310. Dabei konnten wichtige Informationen über die Energiestärke und Beschleunigung der Plasmaentladungen erfasst werden.

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