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Eiernde Polachse

Saturnmond Mimas könnte flüssigen Ozean besitzen

Astronomen entdecken, dass der kleinste Saturnmond Mimas um seine eigene Achse eiert. Dies könnte mehrere Ursachen haben – zum Beispiel einen flüssigen Ozean.

Ithaca (U.S.A.). Allen Anschien nach ist der Saturnmond Mimas komplex aufgebaut als bisher vermutet. Der Astronom Radwan Tajeddine und seine Kollegen von der Cornell-Universität in Ithaca haben festgestellt, dass Mimas eine Libration um seine Polachse vollführt. Diese eiernde Bewegung kann Bedeuten, dass Mimas einen Ovalen Kern besitzt oder einen flüssigen unterirdischen Ozean.

Die Beobachtungen gelangen den Astronomen mit Hilfe der Saturnsonde Cassini, welche bereits seit dem Jahr 2004 Beobachtungen am Saturn und seiner Monde macht. Die Astronomen haben zahlreiche Bilder vom Mimas ausgewertet, die von Cassini zu verschiedenen Zeiten und aus unterschiedlichen Blickwinkeln aufgenommen wurden.

Mit Hilfe dieser Daten entwickelten die Astronomen ein dreidimensionales Modell des Mondes am Computer. So haben Tajeddine und seine Kollegen die eiernde Polachse Mimas feststellen könne. Die Aufnahmen zeigen deutlich, dass Mimas nicht gleichmäßig rotiert, sondern etwas hin- und herschaukelt.

Neues Wissen über Mimas

"Wir sind ganz begeistert von diesen Messungen, denn sie könnten viel über das Innenleben des Mondes zeigen", erläutert Tajeddine. "Die Natur ermöglicht uns im Prinzip dasselbe zu tun, was ein Kind macht, wenn es ein Geschenk schüttelt, um herauszufinden, was im Inneren versteckt ist."

Die Schwankungen an der Polachse ließen sich mit einem eiförmigen festen Kern des Mondes erklären. Die starke Schwerkraft, die durch den Saturn auf Mimas einwirkt, würde die Libration zur Folge haben.

Eine andere Möglichkeit ist es, dass Mimas unter seinem 25 bis 30 Kilometer dicken Eispanzer einen flüssigen Ozean besitzt. Dieser schwappt durch die starke Anziehungskraft des Saturn hin und her und lässt Mimas Achse eiern.

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