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Mysteriöse Flecken

Rätselhafte Erscheinung auf dem Saturnmond Titan

Der Saturnmond Titan sorgt aktuell für großes Erstaunen bei Astronomen. In einem See aus Kohlenwasserstoffen taucht ein riesiges Objekt auf, um dann wieder zu verschwinden. Die Wissenschaftler rätseln, um was für ein Objekt es sich handeln könnte?

Pasadena (U.S.A.). Mittlerweile umkreist die interstellare Raumsonde Cassini den Planeten Saturn seit zehn Jahren. Dabei beobachten die Sensoren auch den Saturnmond Titan. Radaraufnahmen zeigen bedeutende Auffälligkeiten in Form eines großen Objekts, das in einem giftigen See mal auftaucht und dann wieder verschwindet. Dabei verändert es seine Form wie auch die Größe. Am 21. August 2014 wurde das Objekt im See Ligeia Mare wieder gesichtet. Während der einzelnen Sichtungen veränderte sich die Objektgröße zwischen 70 Quadratkilometern und der 2-3 fachen Größe.

Die Aufnahmen geben den Astronomen nur minimale Erkenntnisse, dennoch kann ausgeschlossen werden, dass es sich bei den Erscheinungen um Fehler der Aufzeichnungen der Raumsonde handeln könnte. Selbiges gilt für klimarelevante Veränderungen auf Titan, als Grund wird hierfür die Relevanz zur unveränderten Küstennähe angegeben. Optisch hell hebt sich das unbekannte Objekt von den dunklen Bereichen des Sees ab, dies bedeutet auch einen gravierenden Unterschied hinsichtlich der Struktur des Objektes. Welche Oberfläche dieses aber aufzeigt, kann aufgrund aktueller Auswertungen nicht erklärt werden.

Titan ist in Bezug auf extraterrestrisches Leben außergewöhnlich interessant

Die NASA-Sonde Cassini befindet sich bereits seit dem 1. Juli 2004 in einer Saturn Umlaufbahn. Mit einer wissenschaftlich-technischen Ausstattung aus zwölf Bereichen ist die Sonde in der Lage verschiedene Beobachtungen wie zum Beispiel radar-Aufnahmen durchzuführen. Der Mond Titan ist einer von 62 Saturnmonden. Dort herrschen bei Temperaturen um minus 180 Grad Celsius lebensfeindliche Bedingungen. Es regnet Methan und Ethan, welches sich durch geografische Strukturen der Erdoberfläche zu Seen sammelt. Trotz dieser ungeeigneten Zustände gilt Titan als bislang aussichtsreichster Kandidat als eine Basis für extraterrestrisches Leben.

Stephen Wall vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena/Kalifornien bekräftigt die rätselhaften Beobachtungen und beschreibt dies als faszinierendes Beispiel für die auf Titan stattfinden Klima-Veränderungen. So deutet eine Theorie auch darauf hin, dass es sich bei dem rätselhaften Objekt um eine Eisscholle handeln könnte, die aufgrund der schwankenden Flüssigkeitsstände auf Titan mal mehr, mal weniger stark herausragt.

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