Veritas und Davinci+

NASA plant zwei neue Missionen zur Venus

Robert Klatt

Die NASA wird 2028 bis 2030 die Missionen Veritas und Davinci+ zur Venus schicken. Die Missionen der Discovery-Klasse sollen den Planeten kartieren und untersuchen, wo sich das verbleibende Wasser der Venus befindet.

Washington, D.C. (U.S.A.). Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat zwei neue Missionen zur Venus angekündigt. Es handelt sich bei den Missionen zur Planetenerkundung um mittelgroße Projekte der sogenannten Discovery-Klasse, die jeweils ein Budget von etwa 500 Millionen US-Dollar haben. Geplant ist der Start der Missionen Veritas und Davinci+ für 2028 bis 2030.

Die meisten Sonden zur Venus hat bisher die Sowjetunion gestartet, die von 1961 bis 1985 16 Venera- und zwei Vega-Sonden zum Planeten schickte. Die NASA schickte 1978 die Orbiter Pioneer Venus 1 und 2 sowie 1990 die Sonde Magellan zur Venus. Hinzukommen Vorbeiflüge in den Jahren 1962, 1967 und 1973 durch Mariner 2, 5 und 10. Aus Sicht der NASA existiert somit eine große Lücke, in der der Planet nicht erforscht wurde.

Nachfolgemission von Magellan

Die Mission Veritas (Venus Emissivity, Radio Science, InSAR, Topography, and Spectroscopy) ist als Nachfolgemission von Magellan konzipiert und soll eine Radarkartierung des Venus mit höherer Auflösung durchführen. Außerdem soll die deutsche Infrarotkamera VEM mit an Bord sein. Diese Kamera kann die Spektralbereiche der Venus direkt untersuchen, weil sie Spektralbereiche nutzt, in denen die Venus-Atmosphäre transparent ist.

Orbiter und Atmosphärensonde

Bei Davinci+ handelt es sich um einen Orbiter und eine Atmosphärensonde. Diese sollen Edelgase und andere Spurengase in der Atmosphäre messen, um Rückschlüsse auf das verbleibende Wasser der Venus zu erhalten. Dazu wird Davinci+ auf dem Planeten landen und die gesammelten Daten zum Orbiter übertragen. Im Gegensatz zum sowjetischen Venera-Lander kann die geplante Mission der NASA die Oberfläche mangels entsprechender Instrument aber nicht untersuchen.

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