DaVinci+ & Veritas

NASA hat zwei neue Missionen zur Venus in Planung

Dennis L.

Die Nasa plant zwei neue Missionen zum Nachbarplaneten Venus. "DaVinci+" sowie "Veritas" sollen in den Jahren 2028 und 2030 in Richtung des zweitinnersten Planeten des Sonnensystems aufbrechen um vor Ort mehr über den Planeten und seiner Atmosphäre zu erfahren.

Washington D.C. (U.S.A.). Die US-Raumfahrtbehörde NASA plant zwei neue Missionen zum Nachbarplaneten Venus. „DaVinci+“ und „Veritas“, wie die beiden Sonden heißen sollen, werden im Zeitraum zwischen 2028 und 2030 in Richtung des zweitinnersten Planeten des Sonnensystems aufbrechen und dort die Atmosphäre der Venus genauer untersuchen und die Planetenoberfläche neu kartieren. Dies gab die Nasa kürzlich in einer Pressekonferenz bekannt.

Für die nächsten beiden Missionen zur Erforschung der Venus stellt die NASA ein Budget von 500 Millionen US-Dollar zur Verfügung. DaVinci+ wird sich auf die Atmosphäre des erdähnlichen Himmelskörpers konzentrieren, während die Veritas-Mission diese kartieren wird.

Warum wurde die Venus so lebensfeindlich?

Die beiden Missionen zur Venus sollen neue Erkenntnisse darüber bringen, warum die Venus trotz ähnlicher Bedingungen wie auf der Erde zu einem so lebensfeindlichen Planeten mit extremen Temperaturen wurde.

Die Forscher glauben, dass die Venus tatsächlich „die erste bewohnbare Welt im Sonnensystem“ gewesen sein könnte und vielleicht sogar einen Ozean besessen hat. Um Gewissheit zu bekommen, sind die beiden Missionen notwendig, so ein Sprecher der NASA.

Zusammensetzung der Venus-Atmosphäre und geologische Besonderheiten

DaVinci+ ist eine kugelförmige Atmosphärensonde, die beim Flug Richtung Planetenoberfläche die genaue Zusammensetzung der Gase der Atmosphäre messen soll. Die Forscher hoffen darauf, bei der Messung auch Anhaltspunkte dafür zu finden, warum sie auf der Venus ein so starker Treibhauseffekt bilden konnte, der Oberflächentemperaturen von rund 400 Grad Celsius verursacht. Zudem soll DaVinci+ hochauflösende Fotos von geologischen Besonderheiten der Venus machen. Es wird das erste Mal seit dem Jahr 1978 sein, dass sich eine US-Raumsonde der Atmosphäre der Venus nähert.

Veritas sucht nach Spuren von Plattentektonik und Vulkanismus

Die Raumsonde Veritas soll die die Venus kartieren und damit die bisher genausten Abbildungen der Planetenoberfläche zusammentragen. Zudem erhoffen sich die Forscher, so hinter das Geheimnis zu kommen, warum sich Erde und Venus so unterschiedlich entwickelt haben. Bei der Veritas-Mission kreist die mit Radar ausgestattete Sonde um die Venus und erstellt dabei 3D-Karten der Oberfläche des Planeten. Die Hoffnung einiger Forscher ist, hierdurch Hinweise zu erhalten, ob Prozesse wie Plattentektonik und Vulkanismus auf der Venus noch aktiv sind.

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