Hochrechnung

Milliarden bewohnbare Exoplaneten in der Milchstraße

von D. Lenz

Die Milchstraße könnte mehrere Milliarden erdähnliche Planeten beheimaten. Nicht nur das, es besteht die Möglichkeit, dass diese ebenso bewohnbar sind wie die Erde. Die Sterne, um die sie kreisen sind, sogar mit bloßem Auge erkennbar und sind Teil unserer Galaxie.

Berkeley (U.S.A.). Der nächste sonnenähnliche Stern ist etwa zwölf Lichtjahre von unserem Heimatplaneten aus entfernt. Nicht nur das, denn es existieren sogar die Bedingungen für einen erdähnlichen Planeten, so Erik Petigura von der University of California in Berkeley. Er und seine Kollegen Andrew W. Howard und Geoffrey W. Marcya, werteten Daten vom Kepler-Weltraumteleskop aus. Die statistische Auswirkung unserer Galaxie zeigt das Vorkommen von 100 Milliarden sonnenähnlicher Sterne. Darüber hinaus soll eine zweistellige Milliardenzahl erdähnliche Planeten existieren. Allerdings, ob auf diesen Planeten auch lebensfreundliche Umstände vorzufinden sind, ist völlig unklar. Immerhin: Jeder fünfte sonnenähnliche Stern bindet einen Planeten an sich der bewohnbare Zonen besitzt. Damit dies möglich ist, müssen mehrere Voraussetzungen vorzufinden sein.

Zum einen muss zwischen einem erdähnlichen Planeten und der Sonne die der Planet umkreist eine bestimmte Entfernung liegen. Ist der Planet mit seiner Umlaufbahn zu nahe am Stern, wäre es dort zu heiß, bei zu weiter Entfernung, zu kalt. Weiterhin müssten Atmosphäre und geologische Beschaffenheiten auf dem Planeten stimmen, damit überhaupt Leben - zumindest so wie wir es kennen, existieren kann. Die Forscher um Erik Petigura haben sich diesen Parametern angenommen und eine entsprechende Selektion der infrage kommenden Himmelskörper vorgenommen. Daraus resultiert eine prozentuale Wahrscheinlichkeit, dass etwa 22 Prozent der Sterne, die Voraussetzungen für erdähnliche Planeten mit sich bringen. Diese besitzen dann aller Wahrscheinlichkeit auch Zonen, wo Leben möglich ist oder zumindest sich dort entwickeln kann.

Auch wenn die geschätzte Zahl der Sterne und derer Planeten sehr hoch ist, die bisher bestätigten Messungen des Keplerteleskops zeigen, dass von etwa 600 Planeten, nur ein Bruchteil, nämlich zehn, diese Voraussetzungen für Leben erfüllt. Zu diesen Voraussetzungen gehört auch das Vorkommen von flüssigem Wasser.

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