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Sonneneruption

Gewaltiger M-Flare auf der Sonne beobachtet

Am 19.07.2012 beobachtete das Sonnenobservatorium Solar Dynamics Observatory (SDO) der NASA einen stärkeren Sonnenausbruch. Ein solcher Ausbruch der Kategorie M (M-Flare) ist in der aktiven Phase der Sonne aber keine Seltenheit.

Maryland (USA). Mit einer mittleren Periode von elf Jahren steigt die Aktivität unserer Sonne. Dabei geben die Anzahl und die Größe der Sonnenflecken Aufschluss über die Intensität unseres Zentralgestirns. In dieser aktiven Phase der Sonne sind stärkere Ausbrüche mit koronalen Massenauswurf keine Seltenheit. Die Stärke eines Flares wird mittels der freigesetzten Strahlungsenergie im Röntgenbereich klassifiziert. Die fünf Klassen eines Flares lauten A, B, C, M und X, wobei jede Klasse eine Messskala von 1,0 bis 9,9 besitzt. Erreicht ein Messwert 10, so wird der Flare der nächsten höheren Klasse zugeordnet. Die Klassifizierungsgruppe X bildet dabei eine Ausnahme, denn diese ist nach oben offen.

Der Sonnenausbruch vom 19.07.2012 um 07:13 Uhr MEZ gehörte zu der Kategorie M, der zweithöchsten Ausbruchskategorie, mit einem Wert von 7,7. Ein solcher Ausbruch auf der Sonne kann Störungen an Satelliten verursachen und somit zu Ausfällen von Kommunikation oder GPS-Systemen führen. Trifft der koronale Massenauswurf auf das Magnetfeld der Erde, so sind großflächige Polarlichter die Folge. Der Flare vom 19.07.2012 war ebenfalls von einem koronalen Massenauswurf begleitet (siehe Abbildung), allerdings war dieser nicht auf die Erde gerichtet.

Größere koronale Massenauswürfe unserer Sonne können die zehnfache Größe unserer Erde erreichen und erhebliche Schäden an Satelliten und empfindlicher Elektronik verursachen sowie zu Stromausfälle auf der Erde führen.

Sonden wie das Solar Dynamics Observatory, STEREO oder das Sonnenobservatorium SOHO liefern seit Jahren Messdaten von der Sonne und sollen helfen, die Sonnenaktivität besser zu verstehen. Sie dienen zugleich aus als Frühwarnsystem um vor größeren Ausbrüchen zu warnen.

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