Von: Andreas S.
Einschlag in Russland

Forscher finden Teile des Meteoriten am Tschebarkul-See

Ganz in der Nähe des Tschebarkul-Sees haben Wissenschaftler kleine Bruchstücke des am 15.02.2013 in Russland eingeschlagenen Meteoriten gefunden. Den Rest des Meteoriten vermuten die Wissenschaftler am Grund des Sees.

Die Einschlagsstelle des Meteoriten am Tschebarkul-See.
© RT

Russische Wissenschaftler haben kleine Bruchstücke des Meteoriten gefunden, der am Freitag in einigen Kilometern Höhe über der russischen Stadt Tscheljabinsk explodierte. Nachdem die Behörden die Suche nach Fragmenten am Sonntag einstellte, teilten Mitglieder der russischen Akademie der Wissenschaften am Montag Morgen mit, dass einige kleine Teile des Meteoriten gefunden wurden. Die schwarzen Steinchen wurden anhand chemischer Analysen zweifelsfrei als Meteoritengestein identifiziert.

Die chemische Auswertung ergab, dass der Meteorit einen Eisengehalt von rund 10 Prozent aufweist, erklärt Viktor Grochowski von der Akademie der Wissenschaften. Zudem enthält das Weltraumgestein Anteile von Chrysolit und Sulfit. Da die kleinen Meteoritenteile um den Tschebarkul-See gefunden wurden, vermuten die Wissenschaftler, dass der Großteil des Meteoriten auf dem Grund des Sees zu finden sei.

Wie die Grochowskis Universität berichtet, zählt der Meteorit zu den regulären Chondriten. Die kleinen Fundstücke werden den Namen "Meteorit von Tschebarkul" erhalten.

Am Freitagmorgen war ein heller Lichtblitz über der russischen Stadt Tscheljabinsk zu sehen. Kurz darauf explodierte der Meteorit und verletzte etwa 1.200 Menschen und beschädigte etwa 5.000 Gebäude.

Neben dem Turiner-Ereignis zählt der Meteoriteneinschlag zu den wichtigsten kosmischen Ereignissen, welche in Russland stattgefunden haben. Wissenschaftler der US-Weltraumbehörde NASA gehen davon aus, dass die in der Atmosphäre freigesetzte Energie durch die Explosion des Meteoriten vom Freitag etwa 30 Mal höher war als die Sprengkraft der Atombombe von Hiroshima.

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