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Polen

300 Kilogramm schwerer Meteorit wird untersucht

Polnische Wissenschaftler untersuchen derzeit einen der größten Meteoritenfunde in Osteuropa. Der rund 300 Kilogramm schwere Meteorit schlug vor etwa 5.000 Jahre im heutigen Polen ein und blieb bis jetzt, geschützt im Erdreich, vor den Augen der Wissenschaft verborgen.

Posen (Polen). Zwei polnische Geologen, die vor einigen Wochen in der Nähe der polnischen Stadt Posen unterwegs waren, stoßen mit Hilfe eines Metalldetektors auf eine ungewöhnliche Anomalie in etwa zwei Metern Tiefe. Anhand der Form und der Größe des Objektes im Boden vermuteten die Geologen schnell, dass es sich bei ihrem Fund um einen großen Meteorit handeln könnte.

Der Wissenschaftler Andrzej Muszynski grub mit der Unterstützung seiner Kollegen den verdächtigen Felsen aus. "Wir dachten nicht mehr ans Essen – wir haben einfach immer weiter gegraben", beschrieb der Wissenschaftler später den Tag der Entdeckung. In der tat handelte es sich bei dem Meteoriten, der zum Großteil aus Eisen besteht und Spuren von Nickel enthält, um einen Sensationsfund für die Wissenschaft. Der Meteorit könnte neue Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems liefern und durch seine exakte Zusammensetzung das Wissen über Asteroiden erweitern.

Die Wissenschaftler vermuten, dass der Meteorit vor rund 5.000 Jahren im heutigen Polen einschlug und dann mit der Zeit von dünneren Erdschichten begraben wurde. Bei seinem Eintritt in die Erdatmosphäre war der Meteorit vermutlich um einiges größer und schwerer. Jedoch ließ die beim Eintritt in die Atmosphäre entstehende Hitze einen Großteil des Meteoriten verglühen.

Im Labor wollen die Forscher den seltenen Fund nun genauer untersuchen, seine exakte Zusammensetzung analysieren und sein Alter sowie seine Herkunft bestimmen.

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