Von: Dennis L.
Millionen Jahre alt

Skelette von Walen in der peruanischer Wüste entdeckt

Es sind Millionen Jahre alte Wal-Skelette in der peruanischen Ocucaje-Wüste, an denen Archäologen und Geologen derzeit unter Hochdruck Ausgrabungen durchführen. Starke Winde und das Wüstenklima drohen die freigelegten Fossilien zu zerstören.

Ein Millionen Jahre altes Walskelett.
© Geraldo Caso

Ocucaje (Peru). Etwa 300 Kilometer südlich von Lima haben Forscher 15 Skelette von Walen in der Ocucaje-Wüste entdeckt. Eine genaue Altersbestimmung der Fossilien erfolgte noch nicht, doch lebten diese Wale vor circa drei bis 20 Millionen Jahren in diesem Gebiet, welches früher ein Ozean war. Starker Vulkanismus gekoppelt mit der Plattentektonik veränderte die einst tiefen Meere in eine trockene Wüstenlandschaft. Starker Wüstenwind legte die versteinerten Wal-Skelette nun frei.

Für den Geologen César Chacaltana und seinem Team beginnt nun ein Wettlauf gegen die Zeit. Sind die freigelegte Wal-Skelette länger den staubigen Wüstenwinden ausgesetzt, so wird ihr Zerfall nicht lange auf sich warten lassen, sagt Chacaltana.

Das 45 Quadratkilometer große Gebiet um Ocucaje ist den Forschern nicht unbekannt. Bereits 2008 entdeckten sie dort ein Skelett eines ausgestorbenen Pottwals (Art: Livyatan melvillei), dessen alter auf zwölf Millionen Jahre geschätzt wird. Der prähistorische Pottwal ist einer der größten bekannten Meeresräuber, konnte bis zu 20 Meter lang werden und verfügte über 70 Zähne, welche bis zu 36 Zentimeter lang wurden. Dieser Fund ist ist bereits im naturhistorischen Museum in Lima zu bestaunen.

Die Forscher vermuten, dass sich in diesem Gebiet noch zahlreiche weitere Fossilien liegen, allerdings fehlen Chacaltana und seinen Kollegen die finanziellen Mittel für teures High Tech Equipment um diese aufspüren zu können.

Susana Vilca, die Leiterin des Geologische Institut Ingemmet, plant in diesem Gebiet einen Paläontologischen Park zu eröffnen. Derzeit arbeiten Experten bereits an Plänen für die Umsetzung. Die Schwierigkeit besteht darin, die Besucher nah an die versteinerten Wale heran zu lassen, ohne das die Gefahr besteht das diese unabsichtlich zerstört werden.

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