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Edersee-Atlantis

Niedriger Wasserstand legt einst versunkene Ruinen im Edersee frei

Der Ederstausee im Norden Hessens ist wegen der langanhaltenden Trockenheit zurzeit nur zu gut einem Viertel gefüllt. Der extrem niedrige Wasserstand bietet Besuchern aber einen Blick auf das sogenannte Edersee-Atlantis, welches im Normalfall am Grund des Sees liegt.

Edersee (Deutschland). Der Edersee ist einer der drei größten Stauseen Deutschlands und im Normalfall beinhaltet er rund 200 Millionen Kubikmeter Wasser bei einer maximalen Tiefe von 41,7 Metern. Die extreme Trockenheit der vergangenen Wochen jedoch hat den Wasserstand des Edersees drastisch sinken lassen. Dies geschieht alle paar Jahre nach einer längeren Trockenperiode, bis sich der Edersee zum Herbst wieder langsam mit Wasser füllt.

Der extrem niedrige Wasserstand des Sees legt zurzeit einen Blick auf die Entstehungsgeschichte des Stausees frei und so können Besucher nicht nur das sogenannte Edersee-Atlantis sehen, sondern sogar trockenen Fußes begehen.

Alte Brücken und Dörfer am Grund des Edersees

Um die Schifffahrt auf der Weser zu sichern, wurden in den letzten Wochen 25.000 Liter Wasser pro Sekunde aus dem See abgelassen. In Kombination mit dem trockenen Wetter leerte sich der Edersee dieses Jahr extrem schnell und legte damit die alte Aseler Brücke, einen alten Friedhof sowie die Ruinen und Überreste der Dörfer Berich, Asel und Bringhausen frei. Diese liegen normalerweise, vor den Augen der Besucher versteckt, auf dem Grund des Stausees.

Abriss der Häuser, Kloster und Kirchen

Als der Edersee entstand, entschloss man sich zur Sicherung der Schifffahrt die Dörfer inklusive der Kirchen und des 800 Jahre alten Klosters zu sprengen. So konnten die Schiffe bei schwankenden Wassertiefen sicher auf dem Edersee fahren ohne befürchten zu müssen, dass sie gegen die Dächer der damaligen Gebäude fuhren.

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