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Erneute Untersuchung

Neue Funde im Antikythera-Wrack

Das Schiffswrack vor der griechischen Insel Antikythera gilt als ein Zeitzeuge aus der Antike. Das Schiff wurde im Jahr 1900 von Schwammtauchern entdeckt. Aufgrund der Meerestiefe war es für die Taucher früher nicht möglich den Frachter komplett zu untersuchen. Eine neue Expedition zeigt neben neuen Funden, dass das Schiff viel größer war als bislang angenommen.

Antikythera (Griechenland). Die Betriebsamkeit heutiger Schifffahrtshäfen ist von vielen verschiedenen Abläufen geprägt. Moderne Kräne und Gabelstapler be- und entladen die Frachter aus Übersee. Wie mag solch eine Szene in der Antike ausgesehen haben? Bereits 60-70 Jahre vor Christus gab es ein Schiff, dass wohl als eines der größten Frachter dieser Zeit in die Geschichte einging. Berühmt wurde es aufgrund des Fundes im Jahr 1900 als es von Schwammtauchern vor der Insel Antikythera in einer Tiefe von über 50 Meter entdeckt wurde. Schon damals gab das Wrack den Großteil seiner Ladung preis. Neben Statuen aus Marmor, Geschirr und anderen Handelswaren befand sich darunter auch das berühmteste Fundstück, auch bekannt unter dem Namen Mechanismus von Antikythera.

Dieser Fund zeigt die überraschende Fähigkeiten damaliger astronomischer Beobachtungen und Messungen. Das Instrument, dessen Rekonstruktion noch immer andauert, stellt bisherige Vermutungen früherer technischer Kenntnisse auf den Prüfstand. Mit diesem Instrument war es mögliche einen sich verändernden Zeitraum mitzuverfolgen, der Mechanismus von Antikythera wurde wohl auch als Kalender benutzt. Die 82 erhaltenen Fragmente sind im Besitz des Nationalen Archäologiemuseum in Athen.

Schiffsriese aus der Antike zeigt sich zum ersten Mal in voller Größe

Trotz der wertvollen Funde konnte das Wrack doch niemals gänzlich untersucht werden. Jetzt gelang es einem Team, darunter Brendan Foley von der Woods Hole Oceanographic Institution und Theotokis Theodoulou von der griechischen Behörde für Unterwasserantiquitäten, neue Untersuchungen durchzuführen. Dafür kehrte das Team mithilfe von selbstständig agierenden Unterseerobotern zum Wrack zurück. Diese untersuchten nicht nur das Wrack, von dem eine 3-D-Zeichnung erstellt wurde, sondern auch den Bereich um das im Sturm gesunkene Schiff. Diese Forschungen zeigen eine Wrackteilestreuung bis zu drei Kilometer Entfernung. Auch die Kameraaufnahmen zeigen beeindruckende Bilder einzelner Schiffsbereiche. Aus diesen Informationen ergibt sich die aktuelle Annahme, dass der Frachter über 50 Meter lang gewesen sein muss - für antike Verhältnisse ein wahrer Ozeanriese.

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