Unbekannte Tote

Metallsarg aus dem 17. Jahrhundert entdeckt

von Dennis L.

Bei Grabungsarbeiten für ein Wohnhaus stießen Arbeiter auf ein merkwürdiges Metallbehältnis. Wie sich rausstellte, handelte es sich dabei um einen Metallsarg aus dem 17. Jahrhundert. Archäologen und Forscher hoffen nun mehr über die Grabstätte herauszufinden.

Litzlberg (Österreich). Bei gewöhnlichen Grabungsarbeiten für ein Wohnhaus in Litzlberg bei Seewalchen am Attersee entdecken Arbeiter einen größeren Metallbehälter. Erst bei genauerer Betrachtung stellte sich heraus, dass es sich bei dem metallischen Gegenstand um einen Sarg handelte. Wie Wissenschaftler der OÖ Landes-Kultur GmbH berichten, handelt es sich um einen historisch äußerst interessanten Fund, der jetzt von Archäologen weiter untersucht werden soll.

Der Sarg ist mehrere hundert Jahre alt und obwohl er derzeit noch viele Fragen aufwirft, gibt er bereits erste Antworten auf ältere Thesen. „Der Fund bestätigt, dass sich im 17. Jahrhundert an dieser Stelle ein protestantisches Bethaus befunden haben muss“, berichtet ein Sprecher der Gesellschaft. Der Metallsarg lag so gut konserviert im Erdboden, dass der Leichnam, die Kleidung sowie die Grabbeigaben weitestgehend unversehrt blieben.

Ein goldener Ring als Grabbeigabe

Die Archäologen konnten bisher einen goldenen Ring mit der Gravur „Leben an Christ“ sowie eine Grabtafel als Grabbeigabe ausfindig machen. Über die Leiche ist hingegen noch nicht sehr viel bekannt – lediglich, dass es sich um die sterblichen Überreste einer Frau handelt. Die Wissenschaftler hoffen, dass die Grabtafel in den nächsten Tagen Aufschluss über die tote Unbekannte liefert.

Neben den bereits aufgeführten Objekten wurden noch mehrere Holzteile gefunden. Die bisherige Annahme der Forscher ist, dass es sich dabei um Bestandteile von Kindersärgen handelt. Diese Theorie konnte bisher aber noch nicht bestätigt werden.

In den nächsten Wochen sollen auf einem nahegelegenen Parkplatz eines Strandbades in Seewalchen mehrere Container aufgestellt werden, um die Funde zu präsentieren. Bis dahin wolle man aber noch weitere Erkenntnisse über die Tote in Erfahrung bringen. Alle gesammelten Fakten lassen sich auch online auf der Website der OÖ Landes-Kultur GmbH nachlesen.

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