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Teopanzolco

Erdbeben in Mexiko legte unbekannten aztekischen Tempel frei

Das schwere Erdbeben vor rund zehn Monaten hat in der archäologisch wertwollen Anlage Teopanzolco einen bisher unbekannten Tempel freigelegt. Die Archäologen sehen die Sache jedoch mit gemischten Gefühlen.

Mexiko-Stadt (Mexiko). Das schwere Erdbeben, dass Mexiko Ende 2017 erschütterte, legte offenbar einen bisher unbekannten Tempel der der Azteken frei. In der Anlage Teopanzolco, im zentralmexikanischen Bundesstaat Morelos, stoßen Archäologen bei notwendige Restaurierungsarbeiten auf einen rund sechs mal vier Meter großen Tempel. Die Experten vor Ort sehen die Neuentdeckung jedoch mit gemischten Gefühlen: Zum einen freuen sie sich über den neuen archäologischen Fund, zum anderen sind bei dem Beben am 17. September 2017 369 Menschen ums Leben gekommen und die Teopanzolco-Anlage wurde schwer beschädigt.

Der Azteken-Tempel Teopanzolco wird der Tlahuica-Kultur aus dem 15. Jahrhundert zugeschrieben. Bisher waren zwei Tempel nahe der Hauptpyramide bekannt: Eine wird dem aztekischen Sonnen- und Kriegsgott Huitzilopochtli zugeschrieben, der andere dem Regengott Tlaloc.

Der nun neu entdeckte Tempel wird von den Experten des Nationalen Instituts für Anthropologie und Geschichte (Inah) ebenfalls Tlaloc zugeschrieben. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass er um 1150 erbaut wurde. Die Archäologen fanden zudem Keramiküberreste sowie ein Räuchergefäß aus der Tlahuica-Kultur.

Primär liegt die Aufgabe der Experten vor Ort jedoch an der Sicherung der Pyramide, denn das Erdbeben hat dort starke Schäden angerichtet und für große Umschichtungen im Inneren des Bauwerks geführt. „Zudem habe sich der Boden unter den beiden bereits bekannten Tempeln abgesenkt und gekrümmt“, so die Archäologin Barbara Kaniecza.

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