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Ausgrabung

Die Moai-Statuen auf der Osterinsel haben einen Körper

Aktuelle Ausgrabungen an den Köpfen der Moai-Statuen zeigen, dass die mysteriösen Köpfe auf der Osterinsel einen riesigen Körper besitzen. Dieser ist, je nach Statue, bis zu vier größer als der Kopf und tief im Erdreich vergraben.

Osterinsel (Chile). Es ist eine der größten archäologischen Entdeckungen des Jahres 2012. Ein privates Team aus Forschern und Archäologen nimmt derzeit eine spektakuläre Ausgrabung, im Rahmen des Easter Island Statue Project, an den bekannten Köpfen der Osterinsel vor, welche zum UNESCO Weltkulturerbe gehören. Anlass dazu gaben einige Moais, wie man die Figuren nennt, im Inselinneren. Hier finden sich mehrere Moai-Statuen, die nicht nur aus einem Kopf bestehen, sondern einen kompletten Körper besitzen. Diese vollständigen Statuen findet man zum einen auf Steinplatten in alten Tempelanlagen und zum anderen in alten Werkstätten der Insel.

Der älteste bekannte Moai entstand im Jahre 680 n. Chr., der jüngste Moai ist knapp 1.000 Jahre jünger und stammt aus dem 17. Jahrhundert. Welchen Zweck diese imposanten Statuen gehabt haben, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Ebenso bleibt die Frage offen, wie man die 60 bis 80 Tonnen schweren Figuren nach ihrer Fertigung zum Aufstellungsort transportierte. Bis heute wurden 887 Moais auf der Osterinsel gezählt. Internationale Forscher gehen davon aus, dass die ursprüngliche Anzahl der Figuren bei genau 1.000 Moais lag. Ob im Zuge der aktuellen Ausgrabungen weitere Moai-Statuen ans Tageslicht kommen, ist derzeit noch ungewiss. Die Forscher hoffen jedoch, noch einige bisher unbekannte Statuen freilegen zu können.

Die gerade durch die Archäologen freigelegten Bereichen der Statuen, an denen derzeit die Ausgrabungen stattfinden, fanden sich überraschend viele Inschriften, hauptsächlich auf dem Rücken der Figuren. Hierbei handelt es sich um Rongorongo, eine mit Lautzeichen durchsetzte Bilderschrift der damaligen Zeit.

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