1.400 Jahre alt

Archäologen entdecken Maya-Relief in Guatemala

D. Lenz

In einer Ruinenstadt im Norden Guatemalas entdecken Archäologen ein etwa acht Meter langes, zwei Meter hohes und rund 1.400 Jahre altes Kunstwerk der Maya.

Guatemala-Stadt (Guatemala). Der Archäologe Francisco Estrada-Belli und seine Kollegen sind begeistert: "Das Maya-Fries ist der spektakulärste Fund, den man bis jetzt gesehen hat." Die Archäologen präsentierten am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Guatemala-Stadt ihren Sensationsfund.

Im Juli 2013 hat das Archäologen-Team um Estrada-Belli in der bislang kaum erforschten Ausgrabungsstätte Holmul, etwa 600 Kilometer nördlich von Guatemala-Stadt, eine kunstvolle Tempelfassade der Maya entdeckt. Wie Estrada-Belli berichtet, zeigt die aufwendige Steinmetzarbeit verschiedene Götter und einige als heilig geltende Maya-Führer. Die Führer der damaligen Hochkultur tragen Federschmuck und sind mit Jade verzieht. Sie sitzen auf Hügeln, die wie große Monster aussehen. Besonders interessant für die Archäologen: Die Steinmetzarbeit nennt die Namen der dort abgebildeten Persönlichkeiten.

Die Inschrift besteht aus 30 Schriftzeichen, welche sich unterhalb der abgebildeten Szenen und Figuren befinden. Die Übersetzung gelang allerdings nicht ohne fremde Hilfe. Ein Wissenschaftler der amerikanischen Harvard Universität half bei der Übersetzung der 1.400 Jahre alten Inschrift: "Der Text deutet darauf hin, dass die Stadt in Konkurrenz zu dem mächtigen Maya-Königreich Tikal stand."

Estreda-Belli ist begeistert: "Das ist ein außergewöhnlicher Fund, wie er nur einmal im Leben eines Archäologen vorkommt". Der Fund ergänzt das bekannte Wissen über eine der wichtigsten Maya-Epochen, welche etwa zwischen 250 und 900 n. Chr. lag.

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