Alltagsfrage

Wie entsteht eigentlich Sonnenbrand?

Sobald bei strahlend blauem Himmel die Sonne scheint, steigt auch das Risiko einen Sonnenbrand zu bekommen. Aber wie genau entsteht ein Sonnenbrand auf der Haut eigentlich und warum sind einige Menschen anfälliger als andere Menschen? Wie kann man sich am besten vor einem Sonnenbrand schützen und was hilft am effektivsten, wenn man sich doch mal an in der Sonne verbrannt hat?

Verbrennt man sich an einer Flamme oder an einem heißen Gegenstand, so ist der Schmerz auf der Haut unmittelbar zu spüren. Bei einem Sonnenbrand sieht dies hingegen anders aus. Dieser wird erst verzögert sicht- bzw. spürbar und das ganze Ausmaß der Schädigung zeigt sich sogar erst nach etwa zwölf bis 24 Stunden.

Per Definition ist ein Sonnenbrand eine sichtbare Entzündungsreaktion der Haut, welche unter natürlichen Bedingungen durch kurzwellige UVB-Strahlung der Sonne verursacht wird. Das UVA-Licht, welches tiefer in die Haut eindringen kann und den sonneninduzierten Alterungsprozess der Haut beschleunigt, verstärkt die UVB-Strahlen und ist daher zu einem nicht unerheblichen Teil an der Entstehung eines Sonnenbrandes beteiligt.

Es kommt zu einem Sonnenbrand, wenn der Eigenschutz der Haut überlastet wird und die Dosis an UV-Strahlen so hoch ist, dass die Pigmente in der Haut, die sogenannten Melanozyten, welche das Farbpigment Melanin an die Haut abgeben, nicht mehr ausreichen, um die Haut braun zu färben und somit zu schützen. Ab diesem Zeitpunkt dringen die UV-Strahlen der Sonne nahezu ungehindert in die Haut ein und schädigen dort das Zellgewebe.

In der Medizin wird ein Sonnenbrand in drei wesentliche Kategorien eingeteilt:

  • Sonnenbrand 1. Grades
    Rötung der Haut, begleitet von Brennen und Juckreiz
  • Sonnenbrand 2. Grades
    Neben der Hautrötung, dem Brennen und dem Juckreiz zeigen sich hier bereits Blasen an den verbrannten Hautstellen
  • Sonnenbrand 3. Grades
    Es zeigt sich eine weitestgehende Zerstörung der Oberhaut, sowie eine flächige Ablösung der geschädigten Haut.

Warum bekommen einige Menschen schneller einen Sonnenbrand als andere?

So individuell die Menschen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Hauttypen. Menschen mit heller Haut sind dabei deutlich gefährdeter als Menschen mit dunkleren Hauttypen. Menschen dieser Risikogruppe müssen sich besonders schützen, denn ihr natürlicher Eigenschutz der Haut beträgt nur lediglich zehn Minuten.

Neben den unterschiedlichen Hauttypen hängt der das Sonnenbrandrisiko noch von äußeren Faktoren ab. So nehmen beispielsweise die Ozonwerte in der Atmosphäre, der Einstrahlwinkel der Sonne sowie die Oberflächenbeschaffenheit des Bodens (Schnee, Wasser, etc.) einen erheblichen Einfluss auf das Risiko einen Sonnenbrand zu bekommen.

Wie kann man sich vor Sonnenbrand schützen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten sich vor übermäßiger Sonnenstrahlung zu schützen. Wenn möglich sollte man sich natürlich in geschlossenen Räumlichkeiten aufhalten und vor allem die Mittagssonne meiden. Geht dies nicht, sollte man sich möglichst im Schatten aufhalten, beispielsweise unter überdachten Terrassen. Ein Sonnenschirm oder eine Markise sind gute Alternativen um sich vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Auch ein Hut und lange Kleidung (im Idealfall mit UV-Schutz) sowie eine Sonnenbrille (unbedingt mit UV-Schutz) verringert das Risiko durch übermäßige Sonneneinstrahlung. Auch sollte nicht auf die Verwendung von Sonnencreme verzichtet werden. Hier sollte auf einen hohen Lichtschutzfaktor sowie Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen geachtet werden.

Was hilft am besten gegen Sonnenbrand?

Ist es trotz aller Vorsicht passiert und man hat sich die Haut in der Sonne verbrannt, so gibt es, je nach Schwere des Sonnenbrands, unterschiedliche Möglichkeiten um sich schnelle Linderung zu verschaffen und die Heilung zu beschleunigen.

Bei einem Sonnenbrand 1. Grades helfen Erfahrungsgemäß kalte Umschläge und verschiedene Feuchtigkeitscremes und Lotionen. Wichtig ist hier nur, dass sie nicht zu fettig und dickflüssig sind. Auch Aloe Vera Cremes sowie kühlende Gele und Sprays haben sich bewährt und helfen der Haut bei der Regeneration. Sonnenbrände des 2. und 3. Grades sollten hingegen unbedingt von einem Arzt begutachtet und behandelt werden.

Ein Sonnenbrand sieht also nicht nur unansehnlich aus und schmerzt, er lässt die Haut auch vorzeitig altern und steigert zudem das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Daher sollte jeder, unabhängig vom Hauttyp, stehst auf einen guten Sonnenschutz achten.

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